Deutschlands humanitäre Hilfe im Ausland sinkt deutlich

Deutschlands humanitäre Hilfe im Ausland sinkt deutlich
Hilfe im Ausland sinkt

Die deutschen Ausgaben für humanitäre Hilfe im Ausland gehen im Berichtszeitraum stark zurück. Nach dem Höchststand von 3,28 Milliarden Euro im Jahr 2022 liegen sie im vergangenen Jahr nur noch bei 1,06 Milliarden Euro, während Deutschland nach Regierungsangaben in wichtigen Krisenregionen weiter zu den führenden Gebern zählt.

Höhepunkte

  • Die deutschen Ausgaben für humanitäre Hilfe sinken von 2,72 Milliarden Euro in 2023 auf nur 1,06 Milliarden Euro im letzten Berichtsjahr.
  • Ein Drittel der deutschen Hilfsmittel fließt in den Nahen und Mittleren Osten, rund ein Viertel nach Afrika, mit Fokus auf Konfliktregionen.
  • Die größten Empfängerländer der deutschen humanitären Hilfe sind Syrien, die Ukraine, die Palästinensischen Gebiete, Afghanistan und der Libanon.

Bericht zeigt Rückgang der Hilfsausgaben

Wie aus dem als Unterrichtung vorliegenden Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland 2022 bis 2025 hervorgeht, sinken die bereitgestellten Mittel nach 2022 in mehreren Stufen. Für 2023 werden demnach noch 2,72 Milliarden Euro ausgewiesen, für 2024 dann 2,26 Milliarden Euro und für das vergangene Jahr 1,06 Milliarden Euro.

Die Bundesregierung erklärt in der Vorlage, Deutschland bleibe trotz der geringeren Mittel mit seinem Engagement in den wichtigsten Krisenkontexten in der Spitzengruppe der Geberländer. Der Rückgang betrifft damit zwar das Finanzvolumen, nicht aber nach Darstellung der Regierung die grundsätzliche internationale Rolle des Landes in der humanitären Hilfe.

Schwerpunkte liegen im Nahen Osten und in Afrika

Ein Drittel der Mittel fließt im Berichtszeitraum in den Nahen und Mittleren Osten, gefolgt von rund einem Viertel für Afrika. Damit konzentriert sich ein großer Teil der deutschen humanitären Hilfe auf Regionen mit anhaltenden Konflikten und Versorgungskrisen.

Den größten Anteil der Hilfen erhalten laut Bericht Syrien, die Ukraine, die Palästinensischen Gebiete, Afghanistan und der Libanon. Die Verteilung unterstreicht, dass die deutschen Mittel vor allem in lang andauernde und besonders belastete Krisengebiete gehen.

Unsere frühere Berichterstattung zur Finanzierung von Rettungsdiensteinsätzen beleuchtete eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die mögliche Lücken bei der Kostenübernahme über reine Transportleistungen hinaus thematisiert. Dabei ging es auch um uneinheitliche Regelungen auf Länderebene und die Frage, ob das bestehende Finanzierungsmodell die tatsächlichen Leistungen der Rettungsdienste bundesweit angemessen abbildet. Von der Bundesregierung wurden Angaben zu Umfang, Kosten und einer Bewertung der aktuellen Systematik erwartet.

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