Bundesrat drängt im Haushaltsentwurf 2027 auf mehr Bundesmittel für Bildung und Nahverkehr
Im Verfahren zum Bundeshaushalt 2027 rücken die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern in den Mittelpunkt. Der Bundesrat verlangt dabei mehr Unterstützung des Bundes für die frühkindliche Bildung und einen Ausgleich für gestiegene Kosten im Schienenpersonennahverkehr.
Das Wichtigste
- Der Bundesrat fordert im Bundeshaushaltsentwurf 2027 mehr Bundesmittel für frühkindliche Bildung und einen Ausgleich für gestiegene Nahverkehrskosten.
- Die Bundesregierung verweist auf bestehende Unterstützungsleistungen, nennt die Haushaltslage angespannt und signalisiert begrenzten Spielraum für zusätzliche Zusagen.
- Die Bundesregierung lehnt die Schaffung zusätzlicher Stellen für die Bundesratsverwaltung ab und sieht durch fehlendes Personal keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.
Forderungen der Länder und Reaktion der Bundesregierung
Wie der Deutsche Bundestag mitteilt, hat die Bundesregierung die Stellungnahme des Bundesrates zum Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sowie ihre Gegenäußerung vorgelegt. In den Beratungen stehen vor allem die finanziellen Lasten zwischen Bund und Ländern im Fokus.Die Länderkammer fordert eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes an der frühkindlichen Bildung. Zudem verlangt sie einen Ausgleich für die gestiegenen Kosten im Schienenpersonennahverkehr.
Die Bundesregierung verweist in ihrer Gegenäußerung auf bereits bestehende Unterstützungsleistungen. Zugleich macht sie die angespannte Haushaltslage geltend und signalisiert damit nur begrenzten Spielraum für zusätzliche Zusagen.
Streit um zusätzliche Stellen in der Bundesratsverwaltung
Keine Zustimmung gibt es auch für die Forderung des Bundesrates nach zusätzlichen Stellen für seine Verwaltung. Der Bundesrat warnt, dass ohne weiteres Personal die Arbeitsfähigkeit der Bundesratsverwaltung beeinträchtigt werden könnte.Die Bundesregierung weist das zurück und erklärt, die Verwaltung müsse Aufgaben innerhalb ihres Personalhaushalts priorisieren und könne durch Umorganisation Spielräume schaffen. Wörtlich hält sie fest, die Arbeitsfähigkeit der Bundesratsverwaltung im Gesetzgebungsprozess werde durch das Ausbleiben neuer Stellen nicht beeinträchtigt.
In unserem früheren Beitrag zur Plenarsitzung des Deutschen Bundestages zum Haushalt 2027 haben wir beschrieben, dass neben Klimaschutzvorhaben auch die Haushaltsplanung für das kommende Jahr im Zentrum der Debatte stand. Dabei ging es um die politischen Prioritäten bei den Ausgaben und um die Weichenstellung für weitere fiskalische Maßnahmen, die in den folgenden Beratungen konkretisiert werden.
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