Nikkei 225 hält sich in der Nähe der Höchststände, während die Märkte auf das Signal der Bank of Japan warten
Der Nikkei 225 schloss am 30. Juli geringfügig niedriger bei 40.655 Punkten und verlor 0,05%, da sich die Anleger im Vorfeld der für Donnerstag anstehenden Entscheidung der Bank of Japan vorsichtig positionierten. Trotz des bescheidenen Rückgangs bleibt der Index fest innerhalb seines aufsteigenden Kanals, unterstützt durch eine starke Trendstruktur und eine breite technische Unterstützung oberhalb der wichtigsten gleitenden Durchschnitte.
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Höhepunkte
- Der Nikkei 225 schloss bei 40.655 Punkten und damit leicht schwächer, da er vor der Entscheidung der japanischen Zentralbank am Donnerstag zurückhaltend ist.
- Der Index bleibt in einem starken aufsteigenden Kanal, mit Unterstützung bei 40.137 und Widerstand bei 41.500
- Händler beobachten die Inflationsprognose der BoJ und die US-Zollfrist als Anhaltspunkte für die nächste Richtungsänderung
Auf dem Chart handelt der Index oberhalb des 20-Tage-EMA bei 40.137 und hält sich bequem innerhalb seines Aufwärtstrends von Mai bis Juli. Die untere Begrenzung des Kanals liegt bei 39.500, während der obere Widerstand bei 41.500 intakt bleibt. Die Bollinger-Bänder beginnen sich wieder zu verbreitern, was auf eine erneute Volatilität nach einer kurzen Kontraktionsphase hindeutet.

Dynamik des Nikkei 225 Index (Quelle: TradingView)
Sollte der Nikkei über 41.500 ausbrechen, könnten sich die technischen Ziele auf den Bereich zwischen 42.500 und 43.000 erstrecken. Alternativ dazu könnte ein Durchbruch unter 40.200 einen Rückzug in Richtung 39.000 auslösen.
BoJ-Entscheidung und Welthandel prägen kurzfristige Risiken
Die Marktteilnehmer beobachten aufmerksam die bevorstehende Sitzung der Bank of Japan, auf der die Zinssätze voraussichtlich unverändert bleiben werden. Analysten vermuten jedoch, dass die BoJ ihre Inflationsprognose nach oben korrigieren könnte. Jede hawkistische Tendenz oder Änderung des Tons könnte die gegenwärtigen zinsbullischen Erwartungen in Frage stellen, insbesondere angesichts der relativ lockeren Haltung Japans im Vergleich zu anderen Ländern.
Auch die Dynamik des US-Handels bleibt im Fokus. Während die Verlängerung des Zollstopps zwischen den USA und China optimistisch stimmt, lässt die Bestätigung des 1. August als Stichtag für andere Länder durch Handelsminister Lutnick die Märkte nervös werden. Diese makroökonomischen Risiken verstärken die Schwankungsbreite des Nikkei. Die Unternehmensergebnisse des Tages boten gemischte Signale. Fujikura und Furukawa Electric stiegen um 8,9 % bzw. 6,8 % und trugen dazu bei, die Indexverluste abzufedern. Im Gegensatz dazu fielen Keyence und Sakura Internet nach starken Gewinnmitnahmen um 4,8 % bzw. 7,6 %.
In unserer früheren technischen Berichterstattung über den Nikkei 225 wiesen wir darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit des Index oberhalb seines 20 EMA und der steigenden Kanalbasis auf anhaltende institutionelle Zuflüsse hindeutet. Diese Ansicht ist nach wie vor gültig, auch wenn die kurzfristige Richtung nun von den geldpolitischen Signalen und der Klarheit des Handels abhängt.
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