EUR/USD-Kurs erholt sich, da politische Divergenz Stimmung und Struktur aufhellt
Der Euro gewinnt im August gegenüber dem US-Dollar an Boden. EUR/USD wird bei 1,1690 gehandelt, da die Anleger darauf setzen, dass die Federal Reserve den Zinssenkungszyklus vor der Europäischen Zentralbank einleitet. Der Anstieg folgt auf eine deutliche Erholung vom Juli-Tief bei 1,1390, die durch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten und gestiegene Erwartungen einer Zinssenkung durch die Fed im September ausgelöst wurde.
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Höhepunkte
- EUR/USD handelt in der Nähe von 1,1690, nachdem es sich von seinem Juli-Tief bei 1,1390 erholt hat und einen wichtigen Aufwärtskanal zurückerobert hat
- Die Märkte rechnen nun mit einer 80 %igen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed bis September, während 60 % für einen Schritt der EZB bis zum Jahresende sprechen
- Der RSI klettert über 55, während die EMAs unterstützend wirken, was eine zinsbullische Verschiebung des kurzfristigen Euro-Momentums signalisiert.
In der Zwischenzeit wird erwartet, dass die EZB vorsichtiger agieren wird, was die relative Stärke des Euro in den letzten Sitzungen verstärkt hat. Auf dem Tages-Chart ist EUR/USD wieder in den aufsteigenden parallelen Channel eingetreten, der den Aufschwung von März bis Juni definiert hat. Das Paar fand starke Unterstützung zwischen 1,1385 und 1,1450, bevor es nach oben drehte. Ein entscheidender Schlusskurs über 1,17 würde eine vollständige Wiederaufnahme des Trends bestätigen. Die Kurse handeln jetzt über dem 20-Tages-EMA bei 1,1618 und testen den 50-Tages-EMA bei 1,1559. Diese Niveaus, die zuvor als dynamischer Widerstand fungierten, bieten nun potenzielle Unterstützung und unterstreichen die erneute zinsbullische Kontrolle.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Der 100-Tage-EMA bei 1,1385 diente während des Ausverkaufs Ende Juli als kritischer Boden, während der 200-Tage-EMA bei 1,1164 weiterhin ein längerfristiges Polster bietet. Der RSI ist auf 55,76 gestiegen und zeigt eine zinsbullische Divergenz zu den Juli-Tiefstständen, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum bei dieser Paarung zurückkehrt.
Monetäre Divergenz treibt Euro nach oben, mit Widerstand vor uns
Während die technischen Daten für weitere Kursgewinne sprechen, bleibt die makroökonomische Divergenz das vorherrschende Thema. Die Märkte gehen von einer 80 %igen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed bis September aus, während die Wahrscheinlichkeit einer EZB-Senkung bis Jahresende nur bei 60 % liegt. Der unmittelbare Widerstand liegt zwischen 1,1730 und 1,1770, einer Zone, die bereits Ende Juni den Aufwärtsversuchen ein Ende setzte. Ein klarer Ausbruch über dieses Band könnte den Weg in Richtung 1,19 und möglicherweise 1,21 in den kommenden Monaten ebnen.
Händler werden die anstehenden Inflationszahlen für die Eurozone und die Rhetorik der EZB genau beobachten, um Anzeichen für eine Wende zu erkennen. In der Zwischenzeit könnten externe Risiken wie die sich entwickelnde Handelspolitik der USA die Stimmung belasten. Bis dahin profitiert der Euro weiterhin von der technischen Dynamik und den politischen Divergenzen, um seine Erholung aufrechtzuerhalten.
In früheren Berichten haben wir darauf hingewiesen , dass EUR/USD Mühe hat, den Unterstützungskanal bei 1,1450 zu halten, und dass die Gefahr eines tieferen Abwärtstrends in Richtung 1,13 besteht. Die aktuelle Erholung und die zurückgewonnenen EMAs bringen das Paar jedoch wieder in Einklang mit seiner früheren zinsbullischen Struktur.
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