EUR/USD stabilisiert sich vor der Fed-Sitzung bei $1,174, nachdem Frankreich herabgestuft wurde
Der Euro hielt sich am 15. September in der Nähe von $ 1,174 und zeigte sich angesichts neuer politischer und fiskalischer Bedenken in Europa widerstandsfähig, während die Anleger ihr Augenmerk auf die Sitzung der Federal Reserve im Laufe dieser Woche richteten. Die Einheitswährung verkraftete die Herabstufung des französischen Staatsratings durch Fitch auf A+, das niedrigste Rating in der Geschichte des Landes, und die Händler zögerten, vor der FOMC-Entscheidung am Mittwoch entscheidende Positionen zu beziehen.
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Höhepunkte
- Euro wird bei $ 1,174 gehandelt, nachdem Fitch Frankreichs Rating auf A+ herabgesetzt hat.
- Die EZB signalisiert, dass die Zinssenkungen sich dem Ende zuneigen könnten, was Unterstützung bietet.
- Die Fed-Sitzung in dieser Woche wird wahrscheinlich die weitere Richtung von EUR/USD bestimmen.
Auf der 4-Stunden-Chart handelt EUR/USD weiterhin oberhalb einer steigenden Trendlinie, die von den August-Tiefs bei 1,139 herrührt. Die unmittelbare Unterstützung befindet sich zwischen 1,170 und 1,172, wo die 20- und 50-Perioden-EMAs zusammenlaufen. Ein Halten oberhalb dieser Zone ist für die Aufwärtsdynamik unerlässlich.

EUR/USD-Kursprognose (Quelle: TradingView)
Der Aufwärtswiderstand liegt zwischen 1,1765 und 1,1785, einer Obergrenze, die den Anstieg seit Ende August mehrmals begrenzt hat. Ein entscheidender Durchbruch würde den Weg in Richtung 1,182 frei machen und möglicherweise die Juli-Höchststände erneut erreichen. Auf der Abwärtsseite könnte ein Durchbruch unter 1,170 einen Rückzug in Richtung 1,164 auslösen, mit einer tieferen Unterstützung bei 1,159. Der RSI liegt bei 57, was auf ein bescheidenes zinsbullisches Momentum hindeutet, das Raum für eine Ausweitung nach oben bietet, wenn die Unterstützung hält.
Politische Risiken in Europa und der Ton der EZB
Die Herabstufung durch Fitch unterstreicht die fiskalischen Spannungen und die politische Volatilität in Frankreich nach der Ernennung von Sébastien Lecornu zum dritten Premierminister in der Amtszeit von Präsident Emmanuel Macron. Die französischen Renditen stiegen leicht an, doch die allgemeine Reaktion des Euro blieb gedämpft. Die EZB ist zu einer ruhigeren Haltung übergegangen, wobei Präsidentin Christine Lagarde signalisierte, dass die Zinssenkungen sich dem Ende nähern könnten, da die Wachstumsrisiken ausgeglichener erscheinen. Diese weniger aggressive Lockerungspolitik hat der Währung eine gewisse Unterstützung geboten und den Abwärtsdruck durch lokale Risiken begrenzt.
Der Dollar blieb im Vorfeld der Fed-Entscheidung gedämpft. Die Futures-Märkte zeigen eine nahezu 100-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 25 Basispunkte, wobei eine Minderheit von Händlern eine größere Bewegung um 50 Punkte erwartet. Die jüngsten Daten aus den USA - darunter die schwächeren Erzeugerpreise und die auf ein Viermonatstief gesunkene Verbraucherstimmung - haben die dovishe Sichtweise verstärkt.
Die Märkte beobachten auch die politische Dynamik rund um die Fed, wobei Debatten über die Unabhängigkeit aufkommen, während die politischen Entscheidungsträger mit einem sich abkühlenden Arbeitsmarkt und handelsbezogenen Inflationsrisiken zurechtkommen müssen. Die Aussagen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell werden wahrscheinlich die Richtung des Dollars vorgeben und bestimmen, ob EUR/USD nach oben ausbrechen kann oder in einer Handelsspanne bleibt.
EUR/USD: Kurzfristige Aussichten
Im Moment bleibt EUR/USD innerhalb einer engen Spanne, mit Unterstützung bei 1,170 und Widerstand bei 1,1785. Eine dovishe Fed könnte der Katalysator für einen Ausbruch in Richtung 1,182 sein, während ein vorsichtigeres politisches Signal die Gefahr birgt, dass das Paar in Richtung 1,164 zurückfällt.
Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass die Widerstandsfähigkeit des Euro durch die Zurückhaltung der EZB und starke technische Unterstützungszonen untermauert wird. In dieser Woche wird das Gleichgewicht der Risiken weniger von der europäischen Politik als vielmehr davon abhängen, ob die Entscheidung der Fed eine Volatilität auslöst, die das Paar in eine neue Handelsspanne treibt.
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