EUR/USD-Kurs hält schwache Unterstützung, da der Dollar nach Fed-Senkung stabil bleibt
Der Euro steht im Vergleich zum US-Dollar bei 1,177 unter Druck und konsolidiert sich nach dem jüngsten Kurswechsel der US-Notenbank knapp unter der Marke von 1,18. Ein stärkerer Dollar, der durch solide Arbeitsmarktdaten gestützt wird, hält den Aufwärtstrend des Euro in Grenzen, selbst wenn die Erwartungen wachsen, dass die Europäische Zentralbank sich dem Ende ihres Lockerungszyklus nähern könnte.
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Höhepunkte
- EUR/USD konsolidiert sich bei 1,177, da der Dollar nach der vorsichtigen Zinssenkung der Fed stärker wird.
- Die wichtigste Unterstützung liegt bei 1,173-1,17, während der Widerstand bei 1,18 fest bleibt.
- Die deutschen PPI-Daten könnten dem Euro Unterstützung bieten, doch bleibt die Aufwärtsbewegung kurzfristig begrenzt.
Die EUR/USD-Paarung hat sich schwer getan, ein Momentum über 1,1800 aufzubauen, ein Widerstandsniveau, das in den letzten Wochen wiederholt getestet wurde. Auf dem Vier-Stunden-Chart konsolidiert sich der Kurs in der Nähe der 20- und 50-Perioden-EMAs, während der 100-EMA bei 1,1735 und der 200-EMA bei 1,1697 ein mehrschichtiges Unterstützungscluster neben der steigenden Trendlinie vom August bilden.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Der RSI ist in Richtung 44 gerutscht, was ein nachlassendes zinsbullisches Momentum nach dem gescheiterten Ausbruch über 1,1900 in der letzten Woche widerspiegelt. Fibonacci-Retracements markieren 1,1769 als Drehpunkt; bei einem Verlust dieses Niveaus drohen tiefere Verluste in Richtung 1,1635. Umgekehrt würde ein bestätigter Schlusskurs über 1,1800 den Fokus wieder auf 1,185 und möglicherweise 1,19 lenken und die zinsbullische Tendenz wiederherstellen.
Fed signalisiert Vorsicht, während der Dollar wieder an Stärke gewinnt
Die US-Notenbank senkte die Zinssätze um 25 Basispunkte, betonte jedoch, dass sie bei ihrem weiteren Vorgehen Geduld walten lassen werde. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell bezeichnete den Schritt als "Risikomanagement" und betonte, dass man von Sitzung zu Sitzung vorgehen werde, womit er signalisierte, dass er trotz der Hoffnungen der Märkte auf schnellere Zinssenkungen nicht bereit sei, die Lockerung zu beschleunigen. Dieser Ton in Verbindung mit den unerwartet hohen US-Arbeitslosenanträgen von 231.000 hat das Vertrauen in den Dollar gestärkt und spekulative Wetten gegen den Dollar abgeschwächt.
Während eine lockere Politik den Dollar normalerweise unter Druck setzt, hat Powells Vorsicht die Möglichkeiten des Euro begrenzt, daraus Kapital zu schlagen, so dass sich das Paar kurzfristig in einer Schwankungsbreite bewegt.
EZB hält sich zurück, während Anleger die deutschen Daten beobachten
Auf europäischer Seite betonten die Entscheidungsträger der EZB ihre Zurückhaltung und ließen angesichts der anhaltenden Inflationssorgen wenig Appetit auf weitere Zinssenkungen erkennen. Vizepräsident Luis de Guindos und andere Mitglieder des EZB-Rates betonten kürzlich die Notwendigkeit von Vorsicht und verstärkten die Erwartung, dass sich der Lockerungszyklus seinem Ende nähert.
Die bevorstehenden Daten zum deutschen Erzeugerpreisindex könnten sich als entscheidend für die Stimmung erweisen. Ein stärkeres Ergebnis würde dem Euro neue Unterstützung in der Nähe von 1,173-1,17 bieten, doch das wiederholte Scheitern beim Überwinden der Marke von 1,1800 unterstreicht, wie fragil das Aufwärtsmomentum bleibt.
In früheren Kommentaren haben wir hervorgehoben, dass die Widerstandsfähigkeit des Euro darauf beruht, dass die Zone von 1,173-1,17 als defensiver Boden fungiert. Der Handel in dieser Woche bestätigt, dass die Unterstützung weiterhin intakt ist, aber die Unfähigkeit, Gewinne über 1,1800 zu halten, macht EUR/USD anfällig. Die nächsten Handelstage werden wahrscheinlich darüber entscheiden, ob das Paar eine Basis für eine Erholung bildet oder seinen Rückzug in Richtung der Mitte der 1,1600er-Marke fortsetzt.
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