EUR/USD stabilisiert sich in der Nähe von $1,1735, da der Stillstand in den USA den Dollar belastet
Der Euro verzeichnete am Donnerstag leichte Gewinne gegenüber dem US-Dollar und wurde nahe der Marke von 1,1735 gehandelt, da die Anleger die wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Stillstands der Regierung abwägten. Der Stillstand der Finanzierung hat dazu geführt, dass wichtige Daten wie die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Bericht über die Zahl der Beschäftigten im September nicht veröffentlicht werden konnten, so dass die US-Notenbank vor ihrer Sitzung im Oktober keine zeitnahen Arbeitsmarktindikatoren vorlegen konnte.
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Höhepunkte
- EUR/USD wurde am Donnerstag bei 1,1735 gehandelt, unterstützt von der politischen Blockade in den USA und der stabilen EZB-Politik.
- Der Stillstand in den USA hielt wichtige Daten auf, was die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte auf der Oktobersitzung verstärkte.
- Die Unterstützung liegt bei 1,1715-1,1730, der Widerstand bei 1,1745; ein Durchbruch über 1,1790 eröffnet den Weg zu 1,1850.
Angesichts dieses Stromausfalls, der die Bewertung der Politik erschwert, preisen die Fed-Funds-Futures eine Senkung um 25 Basispunkte noch in diesem Monat ein. Politische Spannungen verstärkten den Druck auf den Dollar, nachdem die US-Regierung 26 Milliarden Dollar an Finanzmitteln für demokratisch geprägte Bundesstaaten eingefroren hatte.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
In der Zwischenzeit hat die Bestätigung des Obersten Gerichtshofs, dass er die Argumente zur Absetzung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook im Januar anhören wird, die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank vorübergehend verringert, obwohl die Glaubwürdigkeitsrisiken weiter bestehen.
EZB-Politik stabilisiert den Euro
Im Gegensatz dazu hat die Europäische Zentralbank eine ausgewogene Haltung eingenommen. Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte, dass sich die Inflationsrisiken in Grenzen halten, und gab wenig Anzeichen für weitere kurzfristige Lockerungen. Die relative Divergenz zu dem von der Federal Reserve erwarteten Politikwechsel hat dem Euro eine gewisse Widerstandsfähigkeit verliehen, auch wenn sich die Gemeinschaftswährung weiterhin in einer allgemeinen Konsolidierung befindet.
Die technischen Indikatoren zeigen, dass sich EUR/USD oberhalb des Unterstützungsclusters von 1,1715-1,1730 hält, das durch den 100-Tage-EMA verstärkt wird. Der unmittelbare Widerstand liegt bei 1,1740-1,1745, ausgerichtet auf die 20- und 50-Tages-EMAs. Ein entscheidender Schlusskurs über 1,1790 würde das Momentum in Richtung 1,1850 stärken, während ein Scheitern bei 1,1715 die 1,1650-Marke gefährden könnte. Der RSI liegt bei 51, was auf ein ausgeglichenes Momentum ohne Anzeichen einer Übertreibung hindeutet.
Ausblick
Der kurzfristige Kursverlauf von EUR/USD hängt stark von Washingtons Haushaltsstreit ab. Ein längerer Shutdown würde nicht nur die Stimmung verschlechtern, sondern auch wichtige Daten verzögern, die von der Fed benötigt werden. Sollte der Stillstand andauern, dürfte der Dollar unter Druck bleiben und den Euro stützen.
In der Vergangenheit haben wir die Fähigkeit des Euro erörtert, von relativen politischen Divergenzen zu profitieren, da die EZB Stabilität signalisiert, während die Risiken in den USA den Dollar untergraben. Dieses Narrativ ist nach wie vor intakt, wobei die Marke von 1,1790 als Dreh- und Angelpunkt für die Bestätigung einer erneuten Aufwärtsdynamik dient.
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