EUR/USD-Kurs kann Rallye angesichts der Unsicherheiten im US-Handel und der zurückhaltenden EZB nicht aufrechterhalten

EUR/USD-Kurs kann Rallye angesichts der Unsicherheiten im US-Handel und der zurückhaltenden EZB nicht aufrechterhalten
EUR/USD fällt von seinem Sechs-Wochen-Hoch zurück, da Zollrisiken und EZB-Ausblick belastend wirken.

Das Währungspaar EUR/USD, das zu Beginn dieser Woche auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,0533 geklettert war, steht nun unter Druck, da fundamentale und technische Faktoren sein Aufwärtspotenzial begrenzen.

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Eine Mischung aus Zollrisiken, dovishen Erwartungen der Zentralbanken und technischen Widerstandsniveaus hat die Kursgewinne des Paares wieder zunichte gemacht und lässt Händler an der Fähigkeit des Euro zweifeln, wieder auf die Beine zu kommen.

Am Montag erreichte EUR/USD ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,0533, wo es auf das Fibonacci-Widerstandsniveau von 0,786 stieß. Diese kritische Hürde erwies sich als unüberwindbar, da das Paar kurz darauf zurückging. Am Dienstag weitete der Euro seine Verluste aus und verlor 0,7 % während eines starken Rückgangs im asiatischen Handel. Am späten europäischen Handelstag wird das Paar bei 1,0434 gehandelt und damit unterhalb des goldenen Fibonacci-Verhältnisses bei 1,0460, das nun als wichtige Pivot-Zone dient.

EUR/USD-Kursdynamik (Oktober 2024-Januar 2025). Quelle: TradingView.

Abgesehen von den technischen Hürden begrenzen die fundamentalen Entwicklungen das Aufwärtspotenzial von EUR/USD. Nach der Akzeptanz der US-Bedingungen durch Kolumbien sind die Zollrisiken wieder aufgetaucht, da die Unsicherheit über die US-Handelspolitik weiterhin die Risikostimmung beeinflusst.

EUR/USD-Kursausblick riskiert tieferen Fall unter die 0,5-Fibonacci-Marke

Darüber hinaus fehlt dem Euro ein klarer inländischer Aufwärtstrend. Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer bevorstehenden Sitzung eine zurückhaltende Haltung einnehmen wird, was die Attraktivität des Euro gegenüber dem US-Dollar verringert. Eine weithin erwartete Zinssenkung der US-Notenbank um 25 Basispunkte könnte zwar eine vorübergehende USD-Schwäche auslösen, dürfte den Euro aber kaum wesentlich beflügeln, es sei denn, sie geht mit einer breiteren Positionierungsanpassung zugunsten riskanterer Anlagen einher.

Aus technischer Sicht hat sich der Relative Strength Index (RSI) auf dem 4-Stunden-Chart in den neutralen Bereich bewegt, was auf eine Pause im Richtungsmomentum hindeutet. Ob EUR/USD wieder an Fahrt gewinnen kann, hängt davon ab, ob es gelingt, die Widerstandsmarke von 1,0460 zurückzuerobern und sich darüber zu halten. Ohne neue Katalysatoren oder einen Stimmungsumschwung bleibt ein weiterer Abwärtstrend in Richtung der 0,5-Fibonacci-Marke jedoch möglich.

Eine Einigung zwischen den USA und Kolumbien schwächte den US-Dollar und trieb EUR/USD auf ein Sechs-Wochen-Hoch. Technische Unterstützung und ein rückläufiger US-Dollar-Index führten zu einem Anstieg von EUR/USD um 0,7 %.

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