S&P 500 stabilisiert sich in der Nähe von 6.734, während sich Händler auf eine intensive Makro-Woche vorbereiten

S&P 500 stabilisiert sich in der Nähe von 6.734, während sich Händler auf eine intensive Makro-Woche vorbereiten
S&P 500 testet steigende Kanalunterstützung, während Händler Daten und Nvidia-Ergebnisse abwarten

Der S&P 500 schloss in der vergangenen Woche bei 6.734 Punkten und erholte sich damit teilweise von der jüngsten Volatilität, kämpfte aber immer noch darum, sich oberhalb des Mittelpunkts seines steigenden Kanals zu behaupten. Die breitere Struktur ist nach wie vor intakt, aber die Dynamik hat sich abgekühlt, da sich die Anleger auf verzögerte US-Konjunkturdaten und einen wichtigen Gewinnplan, angeführt von Nvidia, einstellen.

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Höhepunkte

- Der S&P 500 beendet die Woche in der Nähe von 6.734 Punkten und stabilisiert sich damit oberhalb der Unterstützung seines steigenden Kanals.

- Händler warten auf verzögerte US-Konjunkturdaten und wichtige Unternehmensgewinne, darunter Nvidia.

- Ein Schlusskurs über 6.800 könnte das Aufwärtsmomentum wiederbeleben, während ein Rückgang unter 6.600 eine tiefere Schwäche riskiert.

Technische Struktur bleibt trotz Volatilität intakt

Der S&P 500 Index wird weiterhin innerhalb seines aufsteigenden Kanals gehandelt, der seit April die Kursentwicklung bestimmt. Der Rückgang in der vergangenen Woche testete kurzzeitig die untere Begrenzung bei 6.600 Punkten, doch die Käufer konnten sie sauber verteidigen, was die Bedeutung des Kanals als strukturelle Unterstützungszone unterstreicht. Der Preis liegt jetzt knapp über dem 20-Tages-EMA bei 6.773 und dem 50-Tages-EMA bei 6.687. Beide gleitenden Durchschnitte weisen einen stetigen Aufwärtstrend auf, was zeigt, dass der primäre Trend weiterhin konstruktiv ist.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)

Der nächste große Puffer befindet sich beim 100-Tage-EMA bei 6.519, der sich mit dem unteren Kanalband überschneidet. Die 200-Tage-EMA bei 6.266 wurde seit Monaten nicht mehr erreicht, was die Stärke des mehrmonatigen Aufwärtstrends unterstreicht. Solange sich der Index über 6.600 hält, deuten die meisten technischen Signale eher auf eine Konsolidierung als auf eine Trendwende hin.

Das Momentum hat sich deutlich abgeschwächt. Der RSI liegt bei 47, nachdem er sich von den vorherigen überkauften Bedingungen abgekühlt hat. Dieser neutrale Wert deutet darauf hin, dass der Markt Spielraum hat, um auf bevorstehende Katalysatoren zu reagieren, ohne durch eine überzogene Positionierung eingeschränkt zu werden. Das Fehlen einer zinsbullischen Divergenz deutet jedoch darauf hin, dass die Erholung der letzten Woche taktischer Natur ist und noch keine trendbestimmende Veränderung darstellt.

Makro-Katalysatoren kehren zurück, da sich der Datenstau in den USA auflöst

Die durch den Regierungsstillstand verzögerten US-Wirtschaftsdaten kehren nun ins Rampenlicht zurück. Es wird erwartet, dass der Arbeitsmarktbericht für September - der noch auf eine Umschuldung wartet - in dieser Woche der bestimmende makroökonomische Faktor sein wird. Die Anleger beobachten, wie die Daten die Zinssenkungsdebatte der Federal Reserve beeinflussen werden.

Die Zinserwartungen haben sich stark verschoben. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember ist von fast 90 Prozent vor einem Monat auf heute unter 50 Prozent gesunken. Diese Neubewertung hat den Enthusiasmus für hoch bewertete Wachstumswerte abgekühlt und zu dem Zögern beigetragen, das in der vergangenen Woche im S&P 500 zu beobachten war.

Die Unternehmensgewinne spielen nun eine weitere Rolle. Nvidia berichtet am Mittwoch, was wahrscheinlich das wichtigste Ereignis des Monats ist. Große Namen wie Home Depot, Target, Walmart, Palo Alto Networks und Intuit werden folgen. Der Fokus der Anleger liegt auf der Frage, ob das KI-bedingte Umsatzwachstum stark genug ist, um die hohen Bewertungen des Sektors zu rechtfertigen. Ein Fehlschlag von Nvidia könnte den S&P 500 zurück in Richtung 6.600 ziehen, während gute Ergebnisse die Risikobereitschaft neu entfachen und den Aufwärtstrend des Indexes wiederherstellen könnten.

Ein ausgewogenes Setup vor einer kritischen Woche

Im Moment hält der S&P 500 eine ausgewogene Haltung ein. Der Trend ist intakt, die Unterstützungsniveaus werden weiterhin respektiert und der Index ist nicht mehr überbewertet. Ein Schlusskurs über 6.800 würde eine erneute Aufwärtsbewegung signalisieren und den Weg in Richtung des oberen Kanals bei 7.000 eröffnen. Ein nachhaltiger Durchbruch unter die 6.600er-Marke würde jedoch eine bedeutsame Wende markieren und die 6.520er-Marke als nächstes Abwärtsziel ausweisen.

Der nächste richtungsweisende Impuls wird wahrscheinlich von der Kombination aus verspäteten US-Daten und den zur Wochenmitte anstehenden Gewinnen ausgehen. Aus technischer Sicht bleibt der Index jedoch trotz der Neukalibrierung der Erwartungen in Bezug auf den politischen Kurs der US-Notenbank widerstandsfähig.

In früheren Berichten haben wir hervorgehoben, wie wiederholte Tests des unteren Kanalbandes seit April immer wieder Käufer angezogen haben. Diese Dynamik ist nach wie vor vorhanden und bestimmt weiterhin die Fähigkeit des S&P 500, sich in Zeiten makroökonomischer Unsicherheit zu stabilisieren.

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