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LVMH-Aktie sinkt um 1,6% trotz des Erwerbs einer Beteiligung an einem Schweizer Uhrenhersteller

LVMH-Aktie sinkt um 1,6% trotz des Erwerbs einer Beteiligung an einem Schweizer Uhrenhersteller
Die Uhrenabteilung von LVMH hat eine Beteiligung am Schweizer Hersteller La Joux-Perret erworben.

Am 18. November wird die LVMH-Aktie bei 613,9 € gehandelt, was einem Rückgang von 1,6 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Der Aktienkurs hat sich von den jüngsten Höchstständen entfernt und befindet sich nun in der Mitte seiner 52-Wochen-Spanne von etwa 436,55 € bis 762,70 €.

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Höhepunkte

  • Die LVMH-Aktie fiel um 1,6 % auf 613,9 €, nachdem die Uhrensparte des Unternehmens eine Minderheitsbeteiligung am Schweizer Hersteller La Joux-Perret erworben hatte.
  • Dieser Schritt verbessert die Kontrolle von LVMH über die Lieferkette der Uhrenindustrie und stärkt die vertikale Integration.
  • Trotz des kurzfristigen Drucks bleibt die Aktie technisch unterstützt und hat Aufwärtspotenzial in Richtung 700 €.

Der jüngste strategische Schritt von LVMH besteht in der Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an La Joux-Perret, einem Schweizer Hersteller, der für hochwertige mechanische Uhrwerke bekannt ist. Die Übernahme, die Teil der breit angelegten vertikalen Integrationsstrategie von LVMH ist, wird insbesondere die Uhrensparte des Konzerns stärken, zu der wichtige Marken wie TAG Heuer, Hublot und Zenith gehören.

Der Schritt ermöglicht es LVMH, eine größere Kontrolle über seine Produktionspipeline auszuüben, die Effizienz der Lieferkette zu verbessern und konsistente Qualitätsstandards zu gewährleisten - besonders wichtig auf dem Markt für Luxusuhren, wo die Differenzierung oft an die Fähigkeiten der eigenen Uhrwerke gebunden ist. Durch die Sicherung eines Partners in La Joux-Perret reduziert LVMH seine Abhängigkeit von externen Lieferanten wie ETA oder Sellita, die in der Schweizer Uhrenindustrie weit verbreitet sind.

Ganz allgemein spiegelt die Übernahme die laufenden Bemühungen von LVMH wider, sich in einem volatilen Luxusmarkt zu behaupten. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025 zeigten einen organischen Umsatzrückgang von 3 % und einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 15 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch konnte das Unternehmen eine operative Marge von 22,6 % beibehalten, was ein Zeichen für Kostenkontrolle und Preisgestaltungsmacht der Marken ist.

Technische Analyse zeigt begrenztes Abwärtspotenzial inmitten der Konsolidierung

Auf der technischen Seite scheint sich die Aktie zu konsolidieren, wobei der Bereich zwischen 580 und 620 Euro als wichtige Unterstützungszone dient. Dieses Niveau wurde in der Vergangenheit mehrfach getestet und hat gehalten, was es zu einem potenziellen Einstiegspunkt für Anleger macht, die akkumulieren möchten. Widerstand ist bei 700 bis 740 € zu erwarten, also in der Nähe der Höchststände vom März 2025.

Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt wird zwar nicht explizit genannt, liegt aber wahrscheinlich knapp unter dem aktuellen Kursniveau, möglicherweise im Bereich von 600 €, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt wahrscheinlich tiefer liegt, vielleicht bei 580 €. Diese Konstellation deutet auf eine leicht zinsbullische Tendenz hin, wobei sich das kurzfristige Momentum stabilisiert und die langfristigen Trends weiterhin unterstützend wirken. Der kurzfristige Rückschlag von 1,6 % am 18. November könnte jedoch auf eine erhöhte Vorsicht der Händler vor den makroökonomischen Daten zum Jahresende hindeuten.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (September 2025 - November 2025). Quelle: TradingView.

LVMH hat eine 1-Jahres-Rendite von rund 11,7 % erzielt, was fast der Performance des französischen CAC 40 Index entspricht. Dies unterstreicht die Rolle des Titels als solide, aber nicht wachstumsstarke Aktie - charakteristisch für ein Luxuskonglomerat mit Mega-Cap und diversifiziertem Markenengagement in den Bereichen Mode, Parfüm, Uhren, Schmuck sowie Wein und Spirituosen.

Schwankungsbereich mit Aufwärtspotenzial bis Q1

In Anbetracht der aktuellen technischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen dürfte der Kurs von LVMH kurzfristig in einer Spanne bleiben. Im Basisszenario wird die Aktie in den nächsten drei Monaten zwischen € 600 und € 680 gehandelt. Wenn sich die Konsumausgaben in Asien erholen und sich die Umsatztrends im 4. Quartal stabilisieren, könnte die Aktie einen Anlauf auf den Widerstand von 700 € nehmen.

In einem Aufwärtsszenario, das durch ein unerwartet gutes Weihnachtsgeschäft, nachlassenden Gegenwind aus den Devisenmärkten und eine positive Resonanz auf die Expansion der Uhrensparte angetrieben wird, könnte die Aktie über €700 ausbrechen und €740 bis €760 erreichen. In einem rückläufigen Szenario, in dem die makroökonomische Unsicherheit anhält und die diskretionären Ausgaben weiter zurückgehen, könnte LVMH die Unterstützung bei €580 erneut testen. Ein Durchbruch unter diese Marke könnte einen Abwärtstrend in Richtung €550 eröffnen.

Die Stimmung der Anleger gegenüber LVMH hat sich nach einem unerwartet guten dritten Quartal und einem erneuten Vertrauen in die Erholung der Luxusnachfrage in China vorsichtig optimistisch entwickelt. LVMH hob die strategische Bedeutung Chinas hervor und verwies auf die verbesserten Umsätze und die starke Marktpräsenz mit 46 Marken und über 1.800 Geschäften.

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