Europäische Kommission startet KI-Förderinitiative für Forschende in ganz Europa

Europäische Kommission startet KI-Förderinitiative für Forschende in ganz Europa
EU startet KI-Offensive für die Forschung

Auf dem European AI in Science Summit in Dublin startet die Europäische Kommission die RAISE-Pledging-Initiative, um die Unterstützung für Forschende auszubauen, die künstliche Intelligenz in wissenschaftlichen Arbeiten einsetzen. Das Programm soll Beiträge aus dem Privatsektor und von philanthropischen Organisationen anziehen, die über öffentliche Fördermittel hinausgehen und Europas Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Das Wichtigste

  • Die Europäische Kommission hat die RAISE-Initiative gestartet, um KI-Forschenden Sach- und Finanzmittel von Unternehmen wie Nvidia, der Novo Nordisk Foundation und Google DeepMind bereitzustellen.
  • Organisationen müssen konkrete, fortlaufende Zusagen wie Infrastrukturzugang oder Stipendien machen; bei künftigen European AI in Science Summits werden jährliche Überprüfungen stattfinden, um Fortschritte und neue Beiträge zu bewerten.
  • Die RAISE-Initiative ist in die umfassendere KI-in-der-Wissenschaft-Strategie der Kommission integriert und umfasst die Einführung aktualisierter Living Guidelines für den verantwortungsvollen Einsatz generativer KI in der Forschung, wobei Transparenz und europäische Werte betont werden.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Zusagen, Ressourcen und jährliche Überprüfung

Wie die Europäische Kommission berichtet, soll die Initiative RAISE, Resource for AI Science in Europe, Sach- und Finanzmittel für KI in der Wissenschaft bündeln, darunter Frontier-KI-Modelle, Rechenkapazitäten, Softwarelizenzen, Daten, Schulungen und weitere Forschungsressourcen.

Erste Zusagen kommen von der Novo Nordisk Foundation, Nvidia, Elsevier, Sanofi, Frontiers, Mistral und Google DeepMind, während die Initiative für weitere Teilnehmer offen bleibt. Um teilzunehmen, müssen Organisationen eine konkrete Zusage abgeben, die eine nachhaltige Unterstützung für KI in der Wissenschaft über ihre unmittelbaren kommerziellen Interessen hinaus belegt, einschließlich möglicher Unterstützung durch Infrastrukturzugang, Datensätze, Cloud-Dienste, Stipendien, Forschungsstipendien und Schulungsprogramme.

Nach Angaben der Kommission wird die Initiative jedes Jahr überprüft; Zusagen und Fortschritte sollen bei künftigen Ausgaben des European AI in Science Summit vorgestellt werden. Im Rahmen der Einführung starten Mistral AI und CERN zudem eine Partnerschaft zur Entwicklung dessen, was zum größten Foundation Model in der Physik werden soll.

Umfassendere Strategie für Europas KI-Sektor in der Wissenschaft

Die Initiative ist Teil der KI-in-der-Wissenschaft-Strategie der Kommission und soll durch Vermittlung und Zusammenarbeit engere Verbindungen zwischen privaten Akteuren und der Forschungsgemeinschaft schaffen. Die Kommission startet außerdem den RAISE Hub, das RAISE Forum und das RAISE Observatory, um Informationen, Ressourcen, Communities und Erkenntnisse über KI in der Wissenschaft in einer integrierten Umgebung zusammenzuführen.

Auf dem Gipfel in Dublin stellt die Kommission außerdem aktualisierte Living Guidelines zur verantwortungsvollen Nutzung generativer KI in der Forschung vor. Die überarbeiteten Leitlinien werden als bislang umfassendste Aktualisierung beschrieben und geben Forschenden und Forschungsorganisationen praktische Orientierung für den verantwortungsvollen und transparenten Einsatz generativer KI, einschließlich agentischer KI, im Einklang mit europäischen Werten.

Der umfassendere politische Vorstoß folgt auf die im Oktober 2025 gestartete Europäische Strategie für KI in der Wissenschaft, die die technologische und wissenschaftliche Führungsrolle des Staatenbundes stärken und die Wettbewerbsfähigkeit fördern soll. Der gemeinsam mit der Apply AI Strategy vorgestellte Ansatz soll die Einführung von KI in wichtigen Wirtschafts- und Industriesektoren beschleunigen und zugleich Europas Forschungsbasis vertiefen.

In unserem früheren Artikel berichteten wir über die sich verschärfende Debatte zur KI-Sicherheit und die Forderungen nach einer stärkeren grenzüberschreitenden Koordinierung, da sich fortschrittliche Systeme rasant weiterentwickeln. Wir wiesen auf Nvidias Auffassung hin, dass der Austausch mit chinesischen KI-Unternehmen helfen könnte, riskante Anwendungen zu überwachen, sowie auf Diskussionen über die Einrichtung zwischenstaatlicher Kanäle für KI-Vorfälle und die Idee, dass das Vereinigte Königreich als neutraler Ort für internationale Sicherheitsgespräche dienen könnte.

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