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Ein aktuelles Forschungspapier beleuchtet die Kontroverse zwischen der Europäischen Kommission und der italienischen Regierung bezüglich der Schätzung des sogenannten ''Output-Gap'' Italiens vor dem Ausbruch der Covid-19-Krise.
Philipp Heimberger, Ökonom am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche, weist darauf hin, dass sich die beiden Parteien erheblich über das tatsächliche Produktionspotenzial Italiens uneinig waren. Die daraus resultierenden Differenzen hatten ''wesentliche Auswirkungen auf die Bewertung der Einhaltung der EU-Haushaltsregeln''. Die Einschätzung des Output-Gaps ist ein zentraler Faktor für die Bemessung der fiskalischen Spielräume und den politischen Handlungsspielraum innerhalb der EU. Streitigkeiten in der Methodik können demnach erhebliche Konsequenzen für die Haushaltsplanung und die wirtschaftspolitische Steuerung auf europäischer Ebene haben.
Heimberger hat sich zuvor mit Risiken und Kosten für Staatsfinanzen in der Eurozone befasst. Er warnte etwa vor steigenden Staatsanleiherenditen durch den Iran-Krieg und wirtschaftliche Unsicherheiten in einem früheren Beitrag. In einer weiteren Analyse thematisierte er die EZB-Szenarien zu wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Kriegs. Die aktuellen Forschungsergebnisse reihen sich in eine Serie von Studien zu fiskalischen und makroökonomischen Risiken ein.