Die FCA führt das Tool "Firm Checker" ein, um Verbrauchern zu helfen, Finanzbetrug zu vermeiden
Die britische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority, FCA) hat ein neues Online-Tool, den Firm Checker, eingeführt, mit dem Verbraucher überprüfen können, ob ein Finanzdienstleister wirklich zugelassen ist, bevor sie mit ihm in Kontakt treten. Die Aufsichtsbehörde intensiviert damit ihre Bemühungen zur Bekämpfung der zunehmenden Finanzkriminalität, insbesondere von Betrügereien, die über unerwünschte Nachrichten und soziale Medien verbreitet werden.
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Laut einer Untersuchung der FCA stießen Personen, die Opfer von APP-Betrug (Authorised Push Payment) oder nicht autorisierten Anlage- oder Rentenbetrügereien wurden, am häufigsten auf betrügerische Angebote auf Social-Media-Plattformen oder über Telefonanrufe - jeweils 17 % der befragten Opfer gaben dies an. Weitere 16 % gaben an, dass sie zunächst über Textnachrichten, WhatsApp oder andere Messaging-Apps kontaktiert wurden.
Sheree Howard, Executive Director of Authorisations bei der FCA, warnte, dass die Methoden der Betrüger immer raffinierter werden. "Skrupellose Betrüger entwickeln ihre Taktiken ständig weiter, um unschuldigen Opfern Geld zu stehlen", sagte sie. "Ganz gleich, ob Sie eine Investition, eine Altersvorsorge, einen Kredit oder eine andere Finanzdienstleistung in Erwägung ziehen, nutzen Sie den Firm Checker, um sich zu vergewissern, dass das Unternehmen zugelassen ist, und helfen Sie, die Finanzkriminalität zu bekämpfen.
Schutz der Verbraucher und Verbesserung des Überprüfungsverhaltens
Die FCA wies darauf hin, dass Betrüger sich häufig als legitime Institutionen ausgeben, was es der Öffentlichkeit erschwert, echte Firmen von betrügerischen zu unterscheiden. Firm Checker geht dieses Problem an, indem es den Verbrauchern ermöglicht, nicht nur zu überprüfen, ob ein Unternehmen zugelassen ist, sondern auch, ob die von der Firma verwendeten Kontaktdaten mit denen in der Datenbank der FCA übereinstimmen - ein Schlüsselindikator für die Beurteilung der Authentizität.
Die Untersuchung zeigt zwar, dass die Mehrheit der Erwachsenen im Vereinigten Königreich grundlegende Vorsichtsmaßnahmen ergreift, doch ist die FCA der Ansicht, dass eine solidere Überprüfung erforderlich ist. Rund 72 % der Befragten gaben an, dass sie unaufgeforderte Anrufe, E-Mails oder SMS über Investitionen oder Renten immer oder normalerweise ablehnen. Inzwischen gaben 60 % an, dass sie regelmäßig die Echtheit von Mitteilungen überprüfen, bevor sie persönliche oder finanzielle Informationen weitergeben.
Die Einführung des Firm Checker unterstreicht die breit angelegte Kampagne der FCA zur Stärkung des Verbraucherschutzes angesichts des zunehmenden digitalen Betrugs. Es wird erwartet, dass das Tool zu einer zentralen Ressource sowohl für neue als auch für erfahrene Finanzkonsumenten wird, einschließlich Händlern, die sich häufig auf regulierte Firmen für Makler-, Anlage- und Beratungsdienstleistungen verlassen.
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