Prognose für den Erdgaspreis: Warmes Wetter treibt den Preis in Richtung der 3-Dollar-Unterstützung
Die US-Erdgasfutures stürzten am Montag stark ab und fielen um 6,49 % auf $ 3,2 pro MMBtu, da die Händler auf eine Kombination aus wärmeren Wettervorhersagen und erneuten Angebotssorgen reagierten.
Höhepunkte
- Erdgas sinkt um 6,5 % auf 3,20 $ und erreicht damit den niedrigsten Stand seit über drei Wochen.
- Trübe Wettervorhersagen lassen die Winternachfrage schwinden, während die Preise die wichtigste Unterstützung durchbrechen.
- Steigende Haynesville-Bohrungen erhöhen den Angebotsdruck in der Vorsaison.
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Diese Entwicklung drückte die Preise auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Wochen und führte zu einer raschen Umkehrung des witterungsbedingten Anstiegs vom Januar, was unterstreicht, wie schnell sich die Stimmung in der zu Ende gehenden Winterheizsaison geändert hat.
Aus technischer Sicht erlitt der Markt einen entscheidenden Einbruch. Erdgas durchbrach eine wichtige Unterstützungszone, die die Preise seit Ende 2024 zwischen etwa 3,2 $ und 4,8 $ gehalten hatte, und löste eine neue Verkaufswelle aus. Der Supertrend-Indikator schlug deutlich über den aktuellen Niveaus nach unten um und bestätigte damit eine Trendumkehr, während die Preise weiterhin weit unter dem parabolischen SAR liegen, was die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Rückgangs verdeutlicht.

Dynamik der Erdgaspreise (Quelle: TradingView)
Das Diagramm zeigt, wie schnell sich die Januar-Rallye auflöste. Nachdem der Erdgaspreis während eines arktischen Kälteeinbruchs auf fast 7,5 $ gestiegen war, hat er diese Gewinne inzwischen fast vollständig wieder abgegeben. Die Preise testen die untere Begrenzung ihrer mehrmonatigen Handelsspanne bei 3 $ bis 3,2 $, eine Zone, die seit Mitte 2025 wiederholt als Unterstützung fungiert hat. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diesen Bereich würde den Markt einem weiteren Abwärtstrend in Richtung 2,8 $ und möglicherweise 2,7 $ aussetzen.
Momentum-Indikatoren und Volumenmuster deuten darauf hin, dass sich eine Kapitulation abzeichnet, da wetterbedingte Long-Positionen aufgelöst werden. Da die Preise jetzt deutlich unter ihrer jüngsten Trendstruktur handeln, bleibt die technische Tendenz in Ermangelung eines neuen Katalysators eindeutig negativ.
Wetterumschwung und steigendes Angebot belasten die Fundamentaldaten
Die fundamentalen Faktoren haben sich deutlich nach unten entwickelt. Aktualisierte Wettervorhersagen deuten auf überdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen der Vereinigten Staaten hin, insbesondere in den zentralen und südlichen Regionen, wobei sich die Wärme voraussichtlich nach Osten ausbreiten wird. Diese Bedingungen führen zu einem drastischen Rückgang der Heizungsnachfrage und des Stromerzeugungsbedarfs, wodurch die Hauptstütze, die die Preise während des Kälteeinbruchs im Januar in die Höhe trieb, wegfällt.
Gleichzeitig tauchen die Sorgen um das Angebot wieder auf. Die Daten von Baker Hughes zeigen eine Zunahme der Bohraktivitäten im Haynesville Shale, einer wichtigen Erdgasförderregion in den USA. Der Anstieg der aktiven Bohranlagen hat die Erwartung geweckt, dass die Produktion im Laufe dieses Jahres steigen wird, während die Nachfrage nachlässt und sich die Lagerbestände zu normalisieren beginnen. Diese Kombination hat die Befürchtung verstärkt, dass der Markt zu Beginn der Frühjahrsschultersaison weiterhin überversorgt sein könnte.
Ausblick deutet auf weiteres Abwärtsrisiko hin
Die kurzfristigen Risiken sind nach wie vor eher abwärts gerichtet. Da die Preise jetzt gegen die Unterstützungszone zwischen 3 $ und 3,2 $ drücken, ist der Markt anfällig für weitere Verluste, wenn das milde Wetter anhält. Ein entscheidender Durchbruch unter die 3 $-Marke würde wahrscheinlich den Verkauf in Richtung des Bereichs von 2,8 bis 2,7 $ beschleunigen, während jegliche Erholungsversuche auf Widerstand stoßen dürften, sofern die Wettervorhersagen nicht wesentlich kälter werden.
Wie bereits erwähnt, hatte Erdgas bereits nach dem Abklingen der extremen Kälte im Januar an Aufwärtsdynamik verloren, was die Erwartung eines raschen Rückgangs anstelle einer anhaltenden Haussephase verstärkte. Der jüngste Einbruch bestätigt diesen Übergang und sorgt dafür, dass die kurzfristigen Aussichten angesichts der nachlassenden Winternachfrage vorsichtig sind.
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