Prognose für den Erdgaspreis: 3-Dollar-Marke getestet, da LNG-Nachfrage die Preise stützt

Prognose für den Erdgaspreis: 3-Dollar-Marke getestet, da LNG-Nachfrage die Preise stützt
Erdgas-Futures stabilisieren sich in der Nähe einer wichtigen Unterstützung

Die US-Erdgasfutures legten am Donnerstag leicht zu und stabilisierten sich oberhalb der 3,5 $-Marke, da die Händler die Verknappung der Lagerbestände mit den Prognosen für milderes Wetter in weiten Teilen des Landes abwägten. Die Preise haben sich nach der extremen winterbedingten Volatilität von den jüngsten Tiefstständen leicht erholt, doch die allgemeine technische Struktur mahnt weiterhin zur Vorsicht.

Höhepunkte

  • Erdgas wird in der Nähe von 3,51 $ gehandelt, da sich die Preise nach der winterbedingten Volatilität stabilisieren.
  • Die Lagerbestände gehen zurück und die LNG-Exporte steigen, was kurzfristig Unterstützung bietet.
  • Mildes Wetter und steigende Produktion halten den Widerstand bei $3,7-$4 aufrecht.

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Erdgas-Futures wurden bei $ 3,51 pro MMBtu gehandelt, was einem Anstieg von etwa 1,4 % entspricht, da der Markt nach einem Einbruch von einem Spitzenwert von über $ 7,5 im Januar nach einer Richtung suchte. Die Erholung spiegelt eine Verbesserung der kurzfristigen Fundamentaldaten wider, auch wenn längerfristige Angebotsrisiken und schwache technische Signale die Aufwärtsdynamik begrenzen.

Technische Struktur bleibt trotz Stabilisierung fragil

Aus technischer Sicht versucht Erdgas, sich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 3,00 $ zu etablieren, die seit Mitte 2025 als wichtige Untergrenze fungiert. Die Preise liegen nach wie vor deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten, was die Ansicht bestärkt, dass der übergeordnete Trend nach wie vor rückläufig ist und nicht in eine nachhaltige Erholung übergeht.

NG-Preisdynamik (Quelle: TradingView)

Die exponentiellen gleitenden Durchschnitte der 50- und 100-Tage-Linie liegen bei 4,06 $, während der 200-Tage-EMA bei 3,71 $ und damit deutlich über den aktuellen Preisen liegt. Diese Konfiguration deutet darauf hin, dass die jüngsten Kursgewinne eher korrigierend als trendbestimmend sind. Die Bollinger Bands zeigen, dass sich der Preis in der Mitte der Spanne konsolidiert, was darauf hindeutet, dass die kurzfristigen Bedingungen weder stark überverkauft noch nach oben hin überzogen sind.

Die Preisentwicklung in den letzten zwei Monaten wurde von starken, wetterbedingten Schwankungen dominiert. Im Januar kletterte der Erdgaspreis aufgrund der strengen Kälte auf über 7,5 $, bevor er diese Gewinne mit der Normalisierung der Temperaturen rasch wieder abbaute. Der Markt wird jetzt innerhalb einer relativ engen Spanne von 3,2 $ bis 3,6 $ gehandelt und testet damit eine langfristige Unterstützungszone, die bereits mehrfach gehalten hat. Ein nachhaltiger Anstieg über 3,7 $ bis 4 $ wäre erforderlich, um eine Verbesserung der Dynamik zu signalisieren, während ein Durchbruch unter 3,2 $ eine erneute Abwärtsbewegung in Richtung des Bereichs von 2,80 $ bis 3 $ eröffnen könnte.

Speicherabbau und LNG-Nachfrage bieten Unterstützung

Die fundamentalen Signale sind konstruktiver geworden. Es wird erwartet, dass die jüngsten arktischen Bedingungen die Lagerbestände in den USA erheblich verknappt haben, so dass die Bestände von etwa 5 % über der saisonalen Norm auf etwa 1 % unter dem Normalwert liegen. Dieser Umschwung hat dazu beigetragen, die Preise zu stützen, indem er den Eindruck verstärkt hat, dass das Angebot nicht mehr übermäßig locker ist.

Die Ausfuhren von verflüssigtem Erdgas bilden weiterhin eine zusätzliche Nachfragestütze. Die Zuflüsse zu den acht größten LNG-Exportanlagen in den USA beliefen sich im Februar auf durchschnittlich 18,3 Mrd. Kubikfuß pro Tag, ein Anstieg gegenüber 17,8 Mrd. Kubikfuß im Januar und eine Annäherung an das Rekordniveau vom Dezember. Die starke internationale Nachfrage aus Europa und Asien hat die Exportauslastung trotz der schwachen Inlandspreise hoch gehalten.

Dennoch gibt es weiterhin Gegenwind. Die Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass es in den meisten Teilen der USA bis Mitte Februar weitgehend wärmer als normal sein wird, was die Heizungsnachfrage zu einem kritischen Zeitpunkt in der Wintersaison verringern wird. Die Produktion ist ebenfalls gestiegen und liegt in den Lower 48 bei 106,4 Milliarden Kubikmetern pro Tag, so dass auch bei knapper werdenden Lagerbeständen ein ausreichendes Angebot gewährleistet ist.

Ausblick und was als nächstes zu beachten ist

Im Moment scheint Erdgas zwischen sich verbessernden Fundamentaldaten und einem anhaltend schwachen technischen Hintergrund gefangen zu sein. Die Unterstützung in der Nähe von 3 bis 3,2 $ ist nach wie vor entscheidend, um eine erneute Abwärtsbewegung zu verhindern, während der Widerstand im Bereich von 3,7 bis 4 $ die Erholungsversuche weiterhin begrenzt.

Wie bereits erörtert, war Erdgas bereits unter die wichtigsten gleitenden Durchschnitte zurückgefallen, nachdem die Wetterrisiken nachgelassen hatten, was die Erwartung seitwärts gerichteter bis rückläufiger Preise anstelle einer dauerhaften Trendwende verstärkte. Die bevorstehenden EIA-Speicherdaten werden genau beobachtet werden, um eine Bestätigung der knapper werdenden Bestände und Hinweise darauf zu erhalten, ob die jüngste Stabilisierung aufrechterhalten werden kann.

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