Flughafen Berlin Brandenburg stoppt Betrieb weitgehend durch Verdi-Warnstreik
Am Flughafen Berlin Brandenburg zeichnet sich für Mittwoch ein weitgehender Stillstand im Flugbetrieb ab, nachdem Verdi in einer Mitteilung einen ganztägigen Warnstreik angekündigt hat. Der Ausstand soll um 5 Uhr beginnen und bis Mitternacht dauern, rund 500 Flughafenbeschäftigte sind laut Gewerkschaft zur Teilnahme aufgerufen. Verdi begründet den Schritt mit einer aus ihrer Sicht blockierten Tarifrunde und verweist auf die nächste Verhandlungsrunde am 25. März.
Höhepunkte
- Verdi-Warnstreik am Flughafen Berlin Brandenburg legt zentrale Betriebsbereiche wie Landebahnbeleuchtung, „Follow me“-Fahrzeuge und Flughafenfeuerwehr lahm, Betrieb stoppt weitgehend.
- Arbeitgeber bieten laut Verdi eine Lohnerhöhung bis Ende 2028 in Stufen zwischen einem und 1,5 Prozent, Tarifkommission lehnt Angebot ab.
- Erste Warnstreikmaßnahme der aktuellen Verhandlungsrunde, nächste Tarifgespräche am 25. März angesetzt, Verdi kritisiert Angebot als 'Provokation'.
Laut BILD werden Sicherheitskontrollen, Check-in und Gepäckabfertigung nach Angaben aus dem Text zwar nicht bestreikt, dennoch trifft der Warnstreik zentrale Abläufe des Airports. Betroffen sind demnach Bereiche wie die Befeuerung mit Lichtsignalen an den Landebahnen sowie die sogenannten „Follow me“-Fahrzeuge. Auch die Flughafenfeuerwehr ist Teil der bestreikten Einheiten, was direkte Auswirkungen auf Start und Landung haben kann. Ohne verfügbare Feuerwehr dürfen Flugzeuge nicht landen und nur auf eigenes Risiko starten, ein Experte sagt dazu, dass dies keine Airline mache.
Tarifkonflikt, Angebot der Arbeitgeber und Zeitplan
Verdi teilt mit, Hintergrund sei die „Blockadehaltung der Arbeitgeber“ in den laufenden Tarifverhandlungen. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler erklärt, die Beschäftigten hielten den Betrieb täglich am Laufen und bräuchten einen Tarifabschluss, der ihre Arbeit anerkenne. In der zweiten Verhandlungsrunde legen die Arbeitgeber laut Verdi ein Angebot vor, das die Tarifkommission als nicht verhandlungsfähig zurückweist. Als nächster Termin ist die weitere Verhandlungsrunde für den 25. März angesetzt.Lohnvorschlag bis Ende 2028 und Einordnung als erster Warnstreik
Laut Verdi bieten die Arbeitgeber in mehreren Schritten eine Lohnerhöhung bei einer Laufzeit bis Ende 2028 an. Demnach soll es bis Juni eine Nullrunde geben, gefolgt von einem Plus von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028. Rößler bezeichnet das Angebot als „Provokation am Verhandlungstisch“ und spricht von keinem ernsthaften Vorschlag. Verdi ordnet den Ausstand als ersten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde ein.Wir berichteten zuvor über die konjunkturelle Abschwächung in Deutschland und die Risiken durch steigende Öl- und Gaspreise infolge der Eskalation im Nahen Osten. In unserem Beitrag ging es unter anderem um rückläufige Industrie- und Handelsindikatoren, einen möglichen temporären Inflationsanstieg sowie die Sorge, dass Störungen in der Straße von Hormus die Energieversorgung zusätzlich belasten könnten.
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