EUR/USD bleibt über 1,1600, da Entwicklungen im Iran das Paar stützen

EUR/USD bleibt über 1,1600, da Entwicklungen im Iran das Paar stützen
EUR/USD

​Das Währungspaar EUR/USD bleibt Ende Mai unter Druck und beendete die vergangene Handelswoche nahe der Marke von 1,1600, nachdem es Anfang des Monats nicht gelungen war, sich nachhaltig über 1,17 zu halten. Haupttreiber sind die gestiegenen Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik der Federal Reserve angesichts anhaltender Inflation in den USA und steigender Renditen von US-Staatsanleihen. 

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Die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen hat Niveaus erreicht, die zuletzt 2007 gesehen wurden, was den US-Dollar für globale Investoren attraktiver macht.

Fed und EZB gehen erneut unterschiedliche Wege bei den Zinspfaden

Die Märkte preisen zunehmend ein Szenario ein, in dem die Federal Reserve die Zinsen länger hoch hält, während die Wirtschaft der Eurozone weiter an Schwung verliert. Schwache Einkaufsmanagerindizes in Europa und vorsichtige Aussagen der EZB setzen den Euro zusätzlich unter Druck. Analysten betonen, dass der aktuelle Zinsunterschied zwischen Fed und EZB einer der Hauptfaktoren für die Unterstützung des Dollars bleibt, trotz langfristiger Prognosen einer allmählichen USD-Abschwächung.

Geopolitik und Öl treiben die USD-Nachfrage

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bleiben ein zusätzlicher Faktor, der den Dollar stärkt. Die Märkte bevorzugen weiterhin sichere Anlagen, während steigende Ölpreise die Inflationsrisiken für Europa erhöhen, das besonders sensibel auf Energiekosten reagiert. Vor diesem Hintergrund erhält der Dollar doppelte Unterstützung – durch die Nachfrage nach sicheren Häfen und die Erwartung einer strafferen Fed-Politik.

Wie geht es weiter mit EUR/USD?

Nach dem Rückgang in Richtung 1,1600 und dem Scheitern, diese Marke zu unterschreiten, erholte sich das Paar in Richtung Widerstand bei 1,1640, gestützt durch Aussagen über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Solange jedoch die US-Makrodaten stark bleiben und die Renditen hoch sind, erscheint das Aufwärtspotenzial für den Euro begrenzt, und die aktuelle Erholung könnte weiterhin als Verkaufsgelegenheit genutzt werden. Ein Ausbruch über den Widerstand könnte zu einem Anstieg in Richtung 1,1680–1,1700 führen, wo ebenfalls Verkaufsdruck entstehen kann.

Kurzfristig werden die Bewegungen des Paares weiterhin von Nachrichten aus dem Nahen Osten beeinflusst, wie bereits in EUR/USD verliert an Schwung erwähnt.

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