Nürnberger Zollermittlungen decken mutmaßlichen illegalen Tabak- und Vape-Handel auf
Im Zuge laufender Ermittlungen gegen mehrere vernetzte Gruppierungen in Nürnberg durchsuchen Einsatzkräfte Anfang Juni Wohn- und Geschäftsobjekte und stoßen auf große Mengen unversteuerter Tabakwaren und E-Zigaretten. Die Maßnahmen richten sich gegen 12 Beschuldigte, denen der Verkauf eingeschmuggelter und nicht verkehrsfähiger Produkte vor allem über Kioske im Stadtgebiet vorgeworfen wird.
Höhepunkte
- Zollfahndungsamt München, Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und Polizei durchsuchen am 3. Juni 2026 13 Wohnungen, 4 Kioske und 2 Betriebe in Nürnberg.
- Mehr als 8.000 unversteuerte E-Zigaretten, über 300 kg Wasserpfeifentabak, 8.000 Zigaretten und knapp 4.000 Nikotinbeutel werden beschlagnahmt; Steuerschaden beläuft sich auf knapp 72.000 Euro.
- Die 12 Beschuldigten sollen illegalen Tabak und E-Zigaretten über eigene Kioske vorwiegend an Minderjährige verkauft haben; Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz dauern an.
Durchsuchungen und Sicherstellungen in Nürnberg
Wie der Zoll mitteilt, vollstrecken Kräfte des Zollfahndungsamts München am 3. Juni 2026 unter Leitung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gemeinsam mit dem Hauptzollamt Nürnberg und der Nürnberger Polizei 19 Durchsuchungsbeschlüsse. Zwei davon erlässt das Amtsgericht Nürnberg noch am Tag der Maßnahmen kurzfristig.Betroffen sind 13 Privatwohnungen, vier Kioske und zwei weitere Betriebe. Die Ermittler stellen in den Verkaufsstellen und in weiteren Lagerorten, darunter eine Garage, mehr als 8.000 unversteuerte E-Zigaretten, über 300 Kilogramm mutmaßlich selbst hergestellten und unversteuerten Wasserpfeifentabak, 8.000 unversteuerte Zigaretten sowie knapp 4.000 Nikotinbeutel sicher.
In einer Privatwohnung entdecken die Einsatzkräfte zudem einen illegalen Herstellungsbetrieb für Wasserpfeifentabak. Sichergestellt werden Produktionsgeräte sowie Grundstoffe wie 80 Liter Glycerin und 6,5 Liter Aromen.
Steuerschaden und Vorwürfe gegen Beschuldigte
Außerdem beschlagnahmen die Behörden Bargeld in Höhe von insgesamt 70.000 Euro sowie Mobiltelefone und umfangreiche schriftliche Aufzeichnungen. Den vorläufig berechneten Steuerschaden aus den sichergestellten verbrauchsteuerpflichtigen Waren schätzt die Zollfahndung auf knapp 72.000 Euro.Die seit Anfang 2026 beim Zollfahndungsamt München und bei der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte geführten Verfahren betreffen insgesamt 12 Beschuldigte im Alter von 24 bis 47 Jahren. Staatsanwaltschaft, Zollfahndung und Polizei werfen ihnen vor, eingeschmuggelte und nicht verkehrsfähige E-Zigaretten sowie mutmaßlich illegal hergestellten Wasserpfeifentabak größtenteils über eigene Kioske in Nürnberg vorwiegend an Kinder und Jugendliche verkauft zu haben.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Steuerhehlerei, der Steuerhinterziehung sowie wegen Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz dauern an.
In unserem früheren Beitrag zur Debatte um das Bürgergeld und mögliche Einsparungen haben wir die geplante Ablösung des Systems und die Diskussion über die Höhe der Regelsätze eingeordnet. Dabei ging es um das jährliche Gesamtvolumen von rund 50 Milliarden Euro, die Frage nach dem Existenzminimum sowie um den politischen Vorstoß, über eine Überprüfung der Sätze Spielraum zur Haushaltsentlastung zu schaffen.
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