Deutschlands Wohnimmobilienpreise steigen im ersten Quartal 2026 leicht

Deutschlands Wohnimmobilienpreise steigen im ersten Quartal 2026 leicht
Wohnpreise steigen 2026 leicht

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt verzeichnet zu Beginn des Jahres 2026 erneut moderate Preiszuwächse nach Regionen und Objektarten mit teils deutlichen Unterschieden. Im ersten Quartal liegen die Preise für Wohnimmobilien insgesamt 1,4 % über dem Vorjahresquartal und 0,3 % über dem Vorquartal.

Höhepunkte

  • Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland steigen im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 1,4 %, mit regionalen Unterschieden.
  • Eigentumswohnungen verteuern sich in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 3,6 %, während in den TOP-7-Städten nur ein Plus von 0,3 % verzeichnet wird.
  • Das Statistische Bundesamt revidiert den Häuserpreisindex Q4 2025 um 0,4 Prozentpunkte auf 2,6 % und stellt alle Indizes im Juni 2026 auf das Basisjahr 2025 um.

Regionale Entwicklung bei Wohnungen und Häusern

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, steigen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um durchschnittlich 1,4 %. Bei Eigentumswohnungen fällt der Zuwachs in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit 3,6 % am stärksten aus, gefolgt von kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen mit 2,9 %.

In den TOP-7-Städten, Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf, erhöht sich der Preis für Eigentumswohnungen nur um 0,3 %. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen sinken die Wohnungspreise dagegen leicht um 0,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt sich das stärkste Plus in den TOP-7-Metropolen mit 1,4 %, vor kreisfreien Großstädten mit 1,2 %. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen zahlen Käuferinnen und Käufer für diese Häuser im Durchschnitt 0,8 % weniger als ein Jahr zuvor.

Quartalsvergleich und Neuberechnung des Index

Auch gegenüber dem vierten Quartal 2025 entwickeln sich die Preise regional uneinheitlich. Eigentumswohnungen verzeichnen in städtischen Kreisen mit 0,9 % den größten Anstieg, während es in kreisfreien Großstädten keine Veränderung gibt und in dicht besiedelten ländlichen Kreisen laut vorläufigen Zahlen ein Rückgang von 2,3 % eintritt.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser fallen im Quartalsvergleich in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit minus 0,8 % am stärksten. Den größten Anstieg bei dieser Objektart melden kreisfreie Großstädte mit 0,6 %.

Mit der aktuellen Veröffentlichung revidiert das Bundesamt zudem das Ergebnis für den bundesweiten Häuserpreisindex des vierten Quartals 2025 um 0,4 Prozentpunkte nach unten, auf 2,6 % statt des vorläufigen Werts von 3,0 % gegenüber dem vierten Quartal 2024. Zugleich stellt die Behörde den Häuserpreisindex im Juni 2026 auf das Basisjahr 2025 um, berechnet alle Indizes ab dem ersten Quartal 2000 neu und erklärt die auf alter Basis ermittelten Reihen für ungültig.

In unserem früheren Beitrag zur Debatte über die Besteuerung von Immobilienveräußerungen haben wir erläutert, dass Bündnis 90/Die Grünen die Abschaffung der bisherigen Zehnjahresfrist vorschlagen. Nach dem Gesetzentwurf sollen Veräußerungsgewinne aus Grundstücken und Gebäuden künftig unabhängig von der Haltedauer mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert werden; erwartet werden Mehreinnahmen in Milliardenhöhe, begründet mit starken Wertsteigerungen am Immobilienmarkt.

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