Im Bundestag rückt der Einsatz externer Kommunikations- und Strategieberater im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in den Fokus. Eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zielt auf Umfang, Kosten und konkrete Leistungen eines Auftrags an Scholz & Friends und den Unterauftragnehmer FGS Global.
Höhepunkte
- Bundestag prüft Vergabe eines bis zu 2,22 Millionen Euro pro Jahr schweren BMWE-Kommunikationsvertrags an Scholz & Friends und FGS Global.
- Der Vertrag läuft zunächst zwei Jahre mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr, wodurch Gesamtkosten auf rund neun Millionen Euro steigen könnten.
- Die Linke verlangt Aufklärung zu Rolle, Leistungen und Beteiligung von FGS Global seit Vertragsstart im Februar 2026, was den politischen Druck auf externe Beratungsmandate erhöht.
Fragen zu Vertragsumfang und Kostenrahmen
Wie berichtet der Deutsche Bundestag, ist die Beauftragung der Strategie- und Kommunikationsberater-Agentur Scholz & Friends sowie des Unterauftragnehmers FGS Global Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke.Die Fragesteller bezeichnen es als nicht hinnehmbar, wenn öffentliche Mittel in Millionenhöhe für externe Kommunikations- und Strategieberatung ausgegeben werden. Sie verweisen auf Medienberichte, wonach für Scholz & Friends bis zu 2,22 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen seien. Der Vertrag soll zunächst über zwei Jahre laufen und sich zweimal um jeweils bis zu ein weiteres Jahr verlängern lassen. Damit könnten sich die Gesamtkosten auf rund neun Millionen Euro belaufen.
Politischer Druck auf Beratungsmandate
Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem erfahren, warum FGS Global als Unterauftragnehmer eingebunden wurde und welche konkreten Leistungen das Unternehmen im Rahmen des Auftrags erbringen soll.Außerdem fragen sie, an welchen Terminen, Besprechungen, Sitzungen oder sonstigen Abstimmungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Vertreter von FGS Global seit Vertragsbeginn im Februar 2026 teilgenommen haben. Die Anfrage erhöht damit den politischen Druck auf den Umgang mit externen Beratungs- und Kommunikationsmandaten in Bundesministerien.
In unserem früheren Beitrag zum Entlastungskabinett und dem Bericht zum Bürokratierückbau haben wir zusammengefasst, dass die Bundesregierung Entlastungen von rund 10 Milliarden Euro pro Jahr auf den Weg bringt, wobei das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über 8,5 Milliarden Euro beiträgt. Im Mittelpunkt standen dabei große Vorhaben wie das Gebäudemodernisierungsgesetz sowie weitere Vereinfachungen und Reformschritte etwa bei Wettbewerbsrecht und EU-Regulierung. Der Bericht skizzierte zudem, dass für die zweite Jahreshälfte weitere Maßnahmen zur Reduzierung administrativer Lasten geplant sind.
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