EUR/USD stabilisiert sich bei $1,1785, da Anleger PMI-Daten und Powells Äußerungen abwarten

EUR/USD stabilisiert sich bei $1,1785, da Anleger PMI-Daten und Powells Äußerungen abwarten
EUR/USD konsolidiert sich unter 1,1820, da Händler PMI-Ergebnisse und Powells politische Äußerungen abwarten

EUR/USD wurde am 22. September bei 1,1785 gehandelt und gab damit leicht nach, nachdem er zuvor bei 1,1820 gelegen hatte. Die Bewegung spiegelt einen vorsichtigen Marktton wider, da sich Händler im Vorfeld der vorläufigen PMI-Daten aus der Eurozone und den Vereinigten Staaten sowie der Äußerungen des Vorsitzenden der Federal Reserve Jerome Powell im Laufe des Tages positionieren.

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Höhepunkte

- EUR/USD wird bei 1,1785 gehandelt und hat damit den Widerstand bei 1,182 getestet.

- Die Stimmung im Euro wird durch das gestiegene Verbrauchervertrauen und die PMI-Erwartungen gestützt.

- Die wichtigste Unterstützung liegt bei 1,1765-1,177, der Widerstand bei 1,182-1,1835.

Der Euro hat durch das steigende Vertrauen in der Eurozone Auftrieb erhalten. Der Verbrauchervertrauensindex der Europäischen Kommission stieg im September auf -14,9 und lag damit über den Prognosen und über dem Wert von -15,5 im August. Wirtschaftsexperten erwarten, dass die heute veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes einen stabilen Dienstleistungssektor und einen leichten Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe zeigen werden, was die Ansicht untermauert, dass sich die europäische Wirtschaft trotz der anhaltenden Handelskonflikte behaupten kann.

Der Dollar bleibt derweil durch die dovishen Signale der Fed gedämpft. Gouverneur Stephen Miran vertrat die Ansicht, dass die Zinsen näher an 2 % heranrücken sollten, und verwies auf langfristige Veränderungen wie Einwanderung und Zolleinnahmen, die den neutralen Zinssatz senken könnten. Im Gegensatz dazu betonten andere Fed-Vertreter wie Alberto Mussalem und Beth Hammack das Inflationsrisiko. Die Divergenz hat die politische Unsicherheit verstärkt, aber die Märkte rechnen weiterhin mit mehreren Zinssenkungen bis Anfang nächsten Jahres, so dass der Dollar unter Druck steht.

Die technische Landschaft bleibt stabil

Technisch gesehen findet EUR/USD Unterstützung bei 1,1765-1,177, wo eine aufsteigende Trendlinie von Mitte August mit dem 50-Tage-EMA zusammenläuft. Darunter befindet sich eine stärkere Unterstützung bei 1,1705, die mit dem 100-Tages-EMA und dem 0,618-Fibonacci-Retracement der Juli-Rallye übereinstimmt. Ein nachhaltiger Durchbruch unter 1,17 würde das Paar bis auf 1,1585 führen.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Auf der Aufwärtsseite bleibt der Widerstand bei 1,182-1,1835 angesiedelt, demselben Bereich, der die Kursgewinne zu Beginn dieser Woche begrenzt hat. Ein Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus würde den Weg in Richtung 1,19, dem September-Hoch, öffnen, mit der Möglichkeit, die Ausdehnung von 1,1965 erneut zu testen, wenn sich die Dynamik verstärkt. Der RSI liegt bei 51 im neutralen Bereich und signalisiert nach den jüngsten Ausschlägen ein ausgeglichenes Umfeld.

Ausblick hängt von den PMI-Ergebnissen ab

Der unmittelbare Kursverlauf von EUR/USD wird von den heute veröffentlichten PMI-Daten abhängen. Starke Daten aus der Eurozone würden den Euro wahrscheinlich wieder über die Marke von 1,182 treiben, während schwache Zahlen aus den USA den Dollar unter Druck setzen und die Gewinne verstärken könnten. Umgekehrt könnten eine negative Überraschung bei den europäischen Daten oder hawkishe Äußerungen von Powell das Paar zurück in Richtung 1,17 treiben.

Insgesamt bleibt die Tendenz vorsichtig zinsbullisch, solange sich EUR/USD oberhalb seiner Trendlinienunterstützung hält. Die Anleger warten auf die Bestätigung der Fundamentaldaten, bevor sie sich auf einen anhaltenden Anstieg in Richtung 1,19 festlegen.

Zuvor haben wir die Bedeutung der Unterstützung bei 1,1765 als Drehpunkt für Käufer hervorgehoben. Dieses Niveau ist nach wie vor von zentraler Bedeutung, und die Kursentwicklung zeigt erneut, dass die Trendlinie respektiert wird. Ein Durchbruch unter diese Zone würde die erste ernsthafte Herausforderung für den Erholungstrend des Euro seit Mitte August darstellen.

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