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Am 7. Oktober konzentrierte sich die globale Agenda auf Europa und Asien. Dänemark warnte vor einem erneuten Druck der USA in der Arktis, Polen weitete die Sanktionen gegen mit Russland verbundene Unternehmen aus, und die Welthandelsorganisation hob ihre Handelsprognose für 2025 an. Unterdessen unterstrichen Yuan-basierte Ölabrechnungen, die jüngste Ankündigung von Tesla und eine rekordverdächtige Goldrallye die Reaktion des Marktes auf geopolitische Turbulenzen.
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Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte davor, dass die Vereinigten Staaten ihre Idee, Grönland zu erwerben, trotz der derzeitigen Flaute wieder aufgreifen könnten. Sie sagte, dass die 60.000 Einwohner der Insel immer noch "in Angst vor einer amerikanischen Übernahme leben". Frederiksen betonte, dass Dänemark "weder Drohungen noch Druck nachgeben" werde und bekräftigte, dass Grönland seine Zukunft selbst bestimmen müsse.
Zur gleichen Zeit setzte Polen zwei mit Russland verbundene Unternehmen - SteelTrade und Omni GRP - sowie drei Begünstigte auf seine nationale Sanktionsliste. Nach Angaben der polnischen Steuerbehörde lieferten die Firmen über eine Kette von Zwischenhändlern hochfesten Stahl für die Waffenproduktion an russische Fabriken. Warschau erklärte, das Ziel der Sanktionen sei es, die Stärkung der russischen Verteidigungskapazitäten zu verhindern.
Die Welthandelsorganisation (WTO) hat ihre Prognose für das Wachstum des Welthandels im Jahr 2025 von zuvor 0,9 % auf 2,4 % angehoben, erwartet jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Abkühlung und höherer Zölle eine Verlangsamung auf 0,5 % im Jahr 2026. Haupttreiber bleiben die starke Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten und die robuste Entwicklung in Asien, auf das zwei Drittel des weltweiten Handelswachstums bei KI-bezogenen Waren entfielen.
Händler haben begonnen, von indischen Raffinerien zu verlangen, dass sie für russisches Öl in chinesischen Yuan statt in US-Dollar bezahlen. Die staatliche Indian Oil Corp hat bereits mehrere Transaktionen in Yuan abgewickelt. Die Umstellung senkt die Kosten für die Währungsumrechnung und unterstreicht Chinas wachsende Rolle als wichtiger Vermittler im eurasischen Energiehandel.
Tesla hat "erschwingliche" Versionen seines Model 3 und Model Y zu Preisen von 36.990 bzw. 39.990 US-Dollar vorgestellt. Analysten halten die Preise jedoch für zu hoch, um eine neue Käuferschicht anzulocken. Die Tesla-Aktien fielen um 4,5 %, und CEO Elon Musk sah sich erneut mit Kritik konfrontiert, weil er vereinfachte Versionen bestehender Modelle auf den Markt gebracht hatte, anstatt das seit langem versprochene 25.000-Dollar-Elektrofahrzeug für den Massenmarkt.
Gold und Dollar. Der Goldpreis überstieg zum ersten Mal in der Geschichte die Marke von $ 4.000 pro Unze und baute seine Gewinne inmitten des Stillstands der US-Regierung und steigender politischer Risiken weiter aus. Das Metall ist in diesem Jahr um mehr als 50 % gestiegen und hat sich besser entwickelt als Aktien und andere Vermögenswerte. Die Zentralbanken kaufen weiterhin Gold auf Rekordniveau, während die Anleger ihr Geld in börsengehandelte Goldfonds stecken. Der US-Dollar-Index kletterte auf 98,9 und damit auf ein Zweimonatshoch, da die Anleger während des politischen Stillstands in Washington Sicherheit suchten.
Öl. Brent stieg auf $65,93 pro Barrel und WTI auf $62,24, nachdem sich die OPEC+ für eine nur bescheidene Produktionssteigerung von 137.000 Barrel pro Tag entschieden hatte. Die Märkte werteten den Schritt als vorsichtiges Signal, wobei Analysten feststellten, dass das Angebot trotz der anhaltenden Besorgnis über mögliche Störungen durch Russland überschaubar bleibt.
Aktien und Währungen. Die US-Futures tendierten nahezu unverändert, nachdem der S&P 500 seine siebentägige Gewinnsträhne unterbrochen hatte. Ein Rückgang der Oracle-Aktie um 2,5 % nach schwachen Prognosen für die Cloud-Marge hat die Debatte über eine "KI-Blase" neu entfacht. Analysten warnen davor, dass die Märkte in eine euphorische Phase eintreten, obwohl kurzfristig noch Luft nach oben besteht. Der Yen und der Euro stehen unter Druck, während der Dollar trotz des Shutdowns an Stärke gewinnt. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,13 %.
Kryptomärkte. Bitcoin korrigierte nach einem Rekordhoch auf etwa 121.000 $, während Ethereum auf 4.400 $ abrutschte. Trotz des Rückschlags bleibt die Stimmung optimistisch: Die institutionellen Zuflüsse in Bitcoin-ETFs überstiegen in dieser Woche 3,5 Mrd. USD und ließen das gesamte verwaltete Vermögen auf einen Rekordwert von 195 Mrd. USD ansteigen. Analysten weisen darauf hin, dass der Markt widerstandsfähig bleibt, solange BTC über 120.000 $ bleibt, und dass die Korrektur nach Wochen starker Gewinne gesund aussieht.
Die globalen Märkte balancieren zwischen geopolitischen Risiken und technologischem Optimismus: Gold erreicht neue Rekorde, der Dollar wird stärker, und die Anleger flüchten sich in sichere Häfen angesichts des US-Shutdowns und der politischen Spannungen in Europa. Gleichzeitig halten institutionelle Zuflüsse in Kryptowährungen und die anhaltende Nachfrage nach KI-Technologien die Risikobereitschaft aufrecht. Wirtschaftliche Ungewissheit koexistiert nun mit selektivem Wachstum - die Anleger sind vorsichtiger, aber immer noch bereit, für die Zukunft zu zahlen.
Zur Erinnerung: Am 6. Oktober standen die politische Krise in Frankreich, der massive OpenAI-AMD-Deal und der anhaltende Shutdown der US-Regierung auf der globalen Agenda, was Gold und Bitcoin auf neue Rekorde treibt. Vor diesem Hintergrund steigt der Ölpreis und der Euro schwächt sich ab, da die Anleger ein Gleichgewicht zwischen Geopolitik, Zinssätzen und technischem Optimismus suchen.