S&P 500 stabilisiert sich in der Nähe von 6.603 $, da die Wetten auf Zinssenkungen der Fed steigen und der Ausbruch aus dem Dreieck bevorsteht
Der S&P 500 wird in der Nähe von 6.603 Punkten gehandelt, nachdem er in der letzten Woche einen starken Rückschlag erlitten hatte. Der Index versucht, wieder an Fahrt zu gewinnen, da die Erwartungen für eine Zinssenkung steigen und sich die Stimmung im Technologiesektor verbessert. Die Futures zeigen nach oben, da Händler auf einen entgegenkommenderen Ton der US-Notenbank und vorsichtigen Optimismus im Zusammenhang mit Nvidias Möglichkeit, eine begrenzte Genehmigung für ausgewählte Chip-Exporte nach China zu erhalten, reagieren.
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Höhepunkte
- S&P 500 hält sich in der Nähe von $6.603, während die Futures steigen.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen senkt, steigt nach dovishen Signalen auf 70 Prozent.
- Dreieckskompression schafft die Voraussetzungen für einen bevorstehenden Ausbruch.
Der S&P 500 drückt gegen die obere Kante eines symmetrischen Dreiecks, das sich im November gebildet hat, eine Struktur, die eine abnehmende Volatilität und ein gemessenes Tauziehen zwischen Käufern und Verkäufern widerspiegelt. Der Rückgang der letzten Woche in Richtung 6.520 Punkte brachte den Index direkt auf die steigende Trendlinie, die den Aufschwung seit April geleitet hat. Die saubere Erholung von diesem Niveau, trotz des Verlusts der 20- und 50-Tage-EMAs, signalisiert, dass die institutionellen Käufer weiterhin entschlossen sind, den breiteren Trend zu verteidigen.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)
Kurzfristige gleitende Durchschnitte bestimmen nun den kurzfristigen Test. Der 20-Tage-EMA bei 6.709 und der 50-Tage-EMA bei 6.674 bilden die Obergrenze, die der Index überwinden muss, um die Aufwärtsbewegung zu bestätigen. Unterhalb des Preises befindet sich der 100-Tage-EMA bei 6.528, der mit der steigenden Trendlinie übereinstimmt und das Niveau markiert, das den Aufschwung der letzten Woche auslöste. Die tiefere strukturelle Untergrenze liegt bei der 200-Tage-EMA bei 6.283, der Schwelle, die das ganze Jahr über die Trendstabilität bestimmt hat.
Fed-Ton und Nvidia-Schlagzeilen sorgen für neue makroökonomische Unterstützung
Die makroökonomischen Bedingungen haben sich für Aktien günstiger entwickelt. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Federal Reserve im Dezember auf fast 70 Prozent, nachdem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, erklärt hatte, dass die politischen Entscheidungsträger Spielraum für "weitere Anpassungen" sehen und feststellten, dass die Schwäche des Arbeitsmarktes inzwischen die Inflationssorgen überwiegt. Die Verschiebung hat die Renditen nach unten gedrückt, die Aktienmultiplikatoren nach oben getrieben und den Appetit auf wachstumsstarke Sektoren wieder geweckt.
Auch Nvidia ist wieder in den Mittelpunkt des Marktgeschehens gerückt. Berichte, wonach US-Beamte eine begrenzte Genehmigung für den Export von H200-KI-Chips nach China in Betracht ziehen könnten, haben der Halbleiterindustrie neuen Optimismus verliehen. Da sich CEO Jensen Huang offensiv für einen Kompromiss einsetzt, wetten Händler darauf, dass selbst eine teilweise regulatorische Erleichterung eine wichtige Einnahmequelle erhalten könnte. Diese Entwicklung hat die Technologie-Futures gestützt und dem allgemeinen Risikoton in der letzten Novemberwoche neuen Schwung verliehen.
Dennoch hat der S&P 500 einen Ausbruch nicht bestätigt. Der Index muss über 6.710 $ schließen, um das kurzfristige Angebot zu überwinden. Dies würde einen Weg in Richtung 6.780 $ eröffnen und den Weg für einen weiteren Versuch ebnen, die psychologische Marke von 7.000 $ zu erreichen, die Anfang des Monats den Höhepunkt der Rallye bildete.
Was kommt als nächstes: Ausbruch oder erneuter Pullback?
Scheitert der Index an dem aktuellen Widerstandscluster, könnte der Kurs wieder in Richtung 6.550 $ drehen und die steigende Trendlinie bei 6.520 $ erneut testen. Ein bestätigter Ausbruch unter 6.520 würde die Stimmung rasch umschlagen lassen, den Bereich um 6.380 freilegen und die Wahrscheinlichkeit der ersten mittelfristigen Konsolidierung seit Monaten erhöhen. Eine solche Bewegung würde wahrscheinlich entweder schwache makroökonomische Daten oder erneute geopolitische Spannungen voraussetzen.
Im Moment befindet sich der S&P 500 an der Schnittstelle zwischen technischer Kompression und sich verbessernden makroökonomischen Bedingungen. Zinssenkungserwartungen und positive Schlagzeilen aus dem Technologiesektor sorgen für Auftrieb, aber das Muster bleibt ungelöst. Händler werden auf einen Tagesschlusskurs über 6.710 achten, um zu bestätigen, dass die Käufer wieder die Kontrolle übernommen haben.
In unserer früheren Analyse stellten wir fest, dass die Widerstandsfähigkeit des S&P 500 davon abhängt, dass die Käufer die April-Trendlinie verteidigen und die kurzfristigen EMAs zurückerobern. Die Erholung von 6.520 Punkten hat die Trendlinie erneut bestätigt, aber der Index sieht sich nun mit demselben EMA-Cluster konfrontiert, das zuvor die Aufwärtsdynamik gedämpft hat. Solange die 6.710 nicht durchbrochen wird, bleibt die allgemeine Struktur neutral.
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