EUR/USD-Kurs setzt viertägige Erholung fort, gestützt durch Optimismus in der Ukraine

EUR/USD-Kurs setzt viertägige Erholung fort, gestützt durch Optimismus in der Ukraine
Marktteilnehmer scheinen ihre Euro-Short-Positionen zu reduzieren

Der EUR/USD-Kurs hat in dieser Woche eine viertägige Gewinnserie hingelegt, doch die Erholung steht vor großen technischen Hürden.

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Nachdem das Währungspaar am Mittwoch zunächst auf den 2024-Tiefststand von 1,033 gefallen war, erholte es sich deutlich und legte um 1 % zu, um 1,043 zu erreichen. Der 50-Tage-EMA wirkte jedoch als Widerstand, was zu einem Rückschlag auf 1,038 führte. Im asiatischen Handel am Donnerstag legte EUR/USD um weitere 0,6 % zu und erreichte mit 1,044 ein Sechs-Tages-Hoch, bevor es im europäischen Handel leicht auf 1,041 nachgab.

Der Optimismus im Zusammenhang mit möglichen Friedensfortschritten in der Ukraine gibt der Stimmung in Europa erheblichen Auftrieb, senkt die Energiekosten und könnte durch einen dem Marshallplan ähnlichen Konjunkturplan Investitionen ankurbeln.

Die anhaltende Bedrohung durch Zölle sorgt jedoch für Unsicherheit in der Wirtschaft der Eurozone. Unternehmen und Verbraucher sind nach wie vor misstrauisch gegenüber möglichen Handelsbeschränkungen, die das Vertrauen dämpfen könnten. Infolgedessen scheinen die Marktteilnehmer ihre Euro-Leerverkaufspositionen zu reduzieren, was der Währung eine gewisse Unterstützung bietet.

EUR/USD-Kursdynamik (November 2024-Februar 2025). Quelle: TradingView

Bleibt der EUR/USD-Kurs über dem 50-Tage-EMA, könnte dies einen rückläufigen Ausblick auslösen

Trotz der jüngsten Stärke wird EUR/USD weiterhin von zwei wichtigen technischen Niveaus herausgefordert: dem 50-Tage-EMA und dem nächsten kritischen Widerstand bei 1,046. Die RSI-Werte auf der Tages- und der 4-Stunden-Chart deuten darauf hin, dass das Momentum stark genug sein könnte, um diese Niveaus zu durchbrechen, aber eine Bestätigung steht noch aus.

Ob EUR/USD seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann, wird davon abhängen, ob es den Widerstand bei 1,046 überwindet. Wird diese Hürde überwunden, könnte es zu weiteren Kursgewinnen in Richtung 1,05 kommen. Umgekehrt könnte ein Scheitern oberhalb des 50-Tage-EMA zu einem erneuten Test der Unterstützungszonen 1,038 und 1,033 führen.

Der EUR/USD-Kurs stieg gestern um 0,8% über den Widerstandswert von 1,0330 und erreichte damit ein Zweitageshoch. Der Kursanstieg erfolgte im Vorfeld der Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI).

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