Deutsche Bahn verhandelt mit GdL, Streikrisiko ab Sonntag steigt

Deutsche Bahn verhandelt mit GdL, Streikrisiko ab Sonntag steigt
Bahn-Streikrisiko ab Sonntag

In Berlin laufen am Hauptbahnhof die Tarifgespräche zwischen der Lokführer-Gewerkschaft GdL und der Deutschen Bahn, während die Friedenspflicht am Samstag um Mitternacht endet, wie Bild berichtet. Bis Donnerstag und Freitag soll weiter verhandelt werden, andernfalls könnte der Bahnverkehr ab Sonntag durch Arbeitsniederlegungen erheblich beeinträchtigt werden. Die Gespräche fallen in eine Phase hoher Belastung für Pendler, nachdem es zuletzt bereits Streiks im Nahverkehr gegeben hatte.

Höhepunkte

  • Die Friedenspflicht bei Deutsche Bahn endet am Samstag, 28. Februar um Mitternacht, ab Sonntag droht bei fehlender Einigung ein Streik der Lokführer.
  • Die Bahn bietet sechs Prozent mehr Gesamtvolumen bei 30 Monaten Laufzeit, die GdL fordert acht Prozent Erhöhung bei nur zwölf Monaten Laufzeit.
  • Ein Streik ab Sonntag würde vor allem den Fernverkehr betreffen und die angespannte Lage für Pendler erheblich verschärfen.

Tarifgespräche am Berliner Hauptbahnhof

Die Verhandlungen werden laut Text von DB-Personalvorstand Martin Seiler und dem neuen GdL-Vorsitzenden Mario Reiß geführt. Im Unterschied zu früheren Auseinandersetzungen unter Ex-GdL-Chef Claus Weselsky verlaufe der Ton derzeit sachlicher. Beide Seiten wollen demnach am Donnerstag und Freitag weiter verhandeln. Eine Einigung vor Ablauf der Friedenspflicht gilt als entscheidend, um einen Streik zu vermeiden.

Friedenspflicht endet, mögliche Folgen für den Bahnverkehr

Am Samstag, 28. Februar, endet um Mitternacht die Friedenspflicht bei der Deutschen Bahn, wie es im Artikel heißt. Sollte bis dahin kein Abschluss zustande kommen, droht ab Sonntag ein Streik der Lokführer. Das würde nach Darstellung des Textes vor allem den Fernverkehr treffen und könnte die angespannte Lage für Pendler weiter verschärfen. Die Unsicherheit bleibt damit bis kurz vor Fristablauf hoch, weil das Ergebnis der Gespräche noch offen ist.

Strittige Punkte: Lohnplus und Laufzeit

Im Kern geht es um die Kombination aus Entgelterhöhung und Vertragslaufzeit. Die Bahn bietet laut Text ein Plus von sechs Prozent beim Gesamtvolumen, knüpft dies aber an eine Laufzeit von 30 Monaten, was bis Sommer 2028 Planungssicherheit bringen würde. Die GdL fordert demnach acht Prozent mehr bei einer Laufzeit von nur zwölf Monaten. Als Hintergrund verweist der Artikel auf die Streikwelle Anfang 2024, als die GdL den Bahnverkehr zeitweise massiv beeinträchtigte und insgesamt über 400 Stunden gestreikt wurde, bevor der aktuelle Frieden vereinbart wurde.

Wir berichteten zuvor über eine INSA-Wählerumfrage zur Berliner Abgeordnetenhauswahl, die eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Parteienspektrum zeigte. Demnach lag die CDU vorn, während die AfD erstmals als zweitstärkste Kraft in Berlin ausgewiesen wurde und sich die Koalitionsrechnungen zugunsten eines möglichen rot-rot-grünen Bündnisses veränderten. Zugleich gerieten kleinere Parteien wie FDP und BSW laut den Werten nahe an die Fünf-Prozent-Hürde, was zusätzliche Unsicherheit für die Mehrheitsbildung bedeutete.

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