Bundespräsidialamt plant milliardenschwere Sanierung von Schloss Bellevue bis 2034

Bundespräsidialamt plant milliardenschwere Sanierung von Schloss Bellevue bis 2034
Milliardensanierung Bellevue geplant

Die geplante Modernisierung des Amtssitzes des Bundespräsidenten entwickelt sich zu einem der teuersten Bundesbauvorhaben der kommenden Jahre. Nach Angaben des Bundespräsidialamts sollen Sanierung und Ausweichquartier zusammen 1,06 Milliarden Euro kosten, die Arbeiten würden zudem bis Mitte 2034 andauern, berichtet BILD.

Höhepunkte

  • Die Sanierung von Schloss Bellevue und den Verwaltungsgebäuden soll bis 2034 insgesamt 1,06 Milliarden Euro kosten, einschließlich 205 Millionen Euro für einen temporären Ersatzbau.
  • Als Haupttreiber der hohen Baukosten nennt das Bundespräsidialamt eine umfassende technische Erneuerung von Heizung, Elektrik, Medientechnik und Sicherheitssystemen.
  • Im Vergleich zu anderen Bundesbauprojekten wie der Kanzleramtserweiterung für 800 Millionen Euro fällt die Summe angesichts der Personalstärke von nur 240 Beschäftigten im Bundespräsidialamt auf.

Kostenrahmen, Bauzeit und Ausweichquartier

Das Bundespräsidialamt teilte am Mittwoch mit, dass die Sanierung von Schloss Bellevue und der Verwaltungsgebäude voraussichtlich 601 Millionen Euro kosten wird. Für den Fall, dass das Vorhaben komplexer wird oder länger dauert als geplant, sind weitere 259 Millionen Euro als Reserve vorgesehen. Zusätzlich fallen 205 Millionen Euro für einen Neubau in der Elisabeth-Abegg-Straße an, der neben dem Bundesinnenministerium errichtet wurde und während der Bauzeit als Amtssitz dienen soll. Zusammengenommen ergibt das laut Text eine Gesamtsumme von 1,06 Milliarden Euro bei einer geplanten Fertigstellung bis Mitte 2034.

Technische Erneuerung als Haupttreiber

Als Begründung für den hohen Finanzbedarf verweist die Behörde auf eine umfassende Erneuerung der technischen Infrastruktur. Genannt werden unter anderem Heizung, Lüftung und Sanitär, Beleuchtung, elektrische Installation sowie Informations- und Medientechnik. Hinzu kommen Veranstaltungstechnik, Küchentechnik, Aufzüge, Gebäudeautomation und Sicherheitstechnik, die ebenfalls erneuert werden sollen. Der Text erinnert daran, dass Schloss Bellevue vor rund 20 Jahren bereits saniert wurde, nun aber unter anderem Küche und Elektrik erneut als nicht mehr ausreichend beschrieben werden.

Vergleich mit anderen Bundesbauten und offene Nutzungsperspektive

Im Beitrag wird die Summe mit anderen Großvorhaben des Bundes kontrastiert, etwa der Erweiterung des Bundeskanzleramts für 800 Millionen Euro. Dabei wird auch auf die unterschiedlichen Größen der Behörden verwiesen, im Text ist von 852 Beschäftigten im Bundeskanzleramt und 240 im Bundespräsidialamt die Rede. Zudem wird die Frage aufgeworfen, warum ein Ersatzbau nötig ist, während frühere Lösungen, wie die Nutzung anderer repräsentativer Orte, als möglich dargestellt werden. Unklar bleibt laut Darstellung, wie der 205-Millionen-Euro-Neubau nach Abschluss der Sanierung genutzt wird, genannt wird eine spätere Verwendung durch andere Bundesbehörden.

Wir berichteten zuvor über das Tariftreuegesetz, das in Berlin kurz vor der Entscheidung im Bundestag steht. Demnach sollen Bundesaufträge künftig nur noch an Unternehmen vergeben werden, die tarifgebundene Löhne zahlen, während Wirtschaftsverbände vor zusätzlicher Haftung und Bürokratiekosten warnen.

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