Was steckt hinter dem jüngsten Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar?

Was steckt hinter dem jüngsten Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar?
Euro gegenüber US-Dollar heute um 0,88% gefallen

Der Euro im Vergleich zum US-Dollar (EUR/USD) eröffnete bei $1,1609 und verzeichnete einen Tagesrückgang von 0,88%, wobei er nach hoher Intraday-Volatilität in der Nähe der Tagestiefs handelte. Das Paar notiert unter dem MA-20 ($1,1812), MA-50 ($1,1794) und knapp unter dem MA-200 ($1,1698), was auf anhaltenden Abwärtsdruck in allen wichtigen Zeitrahmen hindeutet.

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Höhepunkte

  • EUR/USD handelt bei $1,1609 und bleibt damit unter dem MA-20 ($1,1812), MA-50 ($1,1794) und MA-200 ($1,1698), was das anhaltende Abwärtsmomentum auf allen Zeitebenen unterstreicht.
  • Das bärische Momentum dominiert, da MACD, ADX und überverkaufte Oszillatoren (RSI 33,8, CCI -183,0) die Kontrolle der Verkäufer trotz kurzfristiger überverkaufter Werte bestätigen.
  • Ein Tagesschlusskurs unter 1,1583 $ erhöht die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung 1,1400 $, mit unmittelbarem Widerstand bei 1,1698-$1,1800 $ und einer sehr geringen (unter 20 %) Chance auf eine Umkehr.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht eine anhaltende technische Schwäche für EUR/USD. Die Tatsache, dass der Kurs unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt, deutet auf eine starke Kontrolle der Verkäufer hin. Die wichtigsten Momentum-Indikatoren zeigen eine nachlassende Stärke und eine Vertiefung der überverkauften Niveaus. Das Fehlen unterstützender Nachrichten untergräbt die Erholungsaussichten weiter. Er warnt: "Solange der Kurs unter 1,1698 $ liegt und die Verkäufer weiterhin das Sagen haben, besteht ein erhebliches Risiko tieferer Kursverluste."

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, stellt fest, dass Euro-Anleger trotz des derzeitigen Drucks auf eine Stabilisierung achten sollten. Seiner Meinung nach befindet sich die Währung selbst nach den starken Abschlägen in der Nähe einer potenziellen Basis. Das Ausbleiben wichtiger Nachrichten lässt die Tür für einen technischen Rücksetzer und mögliche neue zinsbullische Setups offen, wenn sich das Momentum dreht. "Solche überverkauften Bedingungen können eine Trendwende auslösen - ein Anstieg über 1,1698 $ würde neues Interesse für EUR/USD wecken", sagt Karapetjanc.

Parshwa Turakhiya, Analyst, erkennt die klare Dominanz der Bären an, weist aber auf das Risiko eines kurzfristigen Squeeze aus dem überverkauften Bereich hin. Er hebt hervor, dass Händler in der Nähe der Unterstützung bei 1,1698 $ auf eine untertägige Erholung hoffen könnten, doch die allgemeine Stimmung bleibt fragil. Er merkt an, dass das technische Setup eher negativ ist, es sei denn, ein schnell zurückeroberter Widerstand löst einen Momentumwechsel aus. "Für den Moment ist Risikomanagement der Schlüssel, aber flinke Händler können innerhalb der definierten Abwärtsspanne auf schnelle, stimmungsgesteuerte Erholungen hoffen", rät Turakhiya.

Rückläufiges Momentum vertieft sich, da überverkaufte Signale und schwacher Trend konvergieren

Die Momentum-Signale deuten auf ein bärisches Setup hin, wobei sowohl der MACD als auch der ADX auf der Tagesbasis ein schwaches und abnehmendes Momentum signalisieren. Der RSI auf dem Tages-Chart (33,8) und der CCI (-183,0) deuten auf überverkaufte Bedingungen hin, was auch durch Stoch RSI bestätigt wird. Der Bear Power (BBP) sinkt und unterstreicht damit die Dominanz der Verkäufer in dieser Sitzung. Der Awesome Oscillator bleibt neutral und verstärkt den aktuellen Trend nicht. Der nächstgelegene dynamische Widerstand ist der Ichimoku Kijun bei 1,1800 $, während die unmittelbare Unterstützung in der Nähe des MA-200 bei 1,1698 $ liegt. Zuvor wurde berichtet, dass EUR/USD unter seinen kurz- und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten handelt und ein dominantes Abwärtsmomentum aufweist, wobei der Preis in der Nähe der wichtigsten langfristigen Unterstützung unter Druck steht. Obwohl mehrere Oszillatoren auf überverkaufte Bedingungen hinweisen und eine mögliche kurzfristige Erholung nahelegen, bleibt der vorherrschende Trend negativ, sofern nicht ein entscheidender Anstieg über den unmittelbaren Widerstand erfolgt.

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