Deutschlands verarbeitendes Gewerbe baut Auftragsbestand im April leicht aus

Deutschlands verarbeitendes Gewerbe baut Auftragsbestand im April leicht aus
Leichter Auftragsanstieg im April

Nach einer Phase anhaltend hoher industrieller Auftragsreichweiten steigt der reale Auftragsbestand im deutschen verarbeitenden Gewerbe im April 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,4 %. Im Jahresvergleich zum April 2025 legt der kalenderbereinigte Bestand um 8,4 % zu, wobei vor allem Elektronik und sonstiger Fahrzeugbau den Zuwachs tragen.

Höhepunkte

  • Der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands stieg im April 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % gegenüber März.
  • Starke Zuwächse verzeichneten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen mit plus 2,4 %, während die Chemieindustrie einen Rückgang von 3,7 % meldete.
  • Die Reichweite des Auftragsbestands blieb im April 2026 stabil auf hohem Niveau bei insgesamt 8,8 Monaten, mit 12,2 Monaten bei Investitionsgütern.

Treiber des Bestandsaufbaus im April

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Ergebnissen im April 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % gegenüber März gestiegen.

Wesentliche Impulse kommen aus der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen, wo der Bestand zum Vormonat um 2,4 % zunimmt. Auch der sonstige Fahrzeugbau, darunter Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge, verzeichnet mit plus 0,6 % einen Anstieg. Belastend wirkt dagegen die Chemieindustrie, in der der Auftragsbestand um 3,7 % sinkt.

Bei den offenen Aufträgen aus dem Inland ergibt sich im April ein Plus von 0,2 % gegenüber März 2026. Der Bestand an Auslandsaufträgen steigt im selben Zeitraum um 0,6 %.

Reichweite bleibt auf hohem Niveau stabil

Nach Gütergruppen wächst der Auftragsbestand bei den Herstellern von Investitionsgütern um 0,5 % und bei den Herstellern von Konsumgütern um 1,6 %. Im Bereich der Vorleistungsgüter bleibt der Bestand gegenüber dem Vormonat unverändert.

Die Reichweite des Auftragsbestands bleibt im April 2026 insgesamt stabil bei 8,8 Monaten. Bei den Vorleistungsgütern liegt sie weiter bei 4,6 Monaten, bei den Investitionsgütern bei 12,2 Monaten und bei den Konsumgütern bei 4,0 Monaten.

Die Kennziffer beschreibt, wie lange Betriebe bei unverändertem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge mit der Abarbeitung vorhandener Bestellungen ausgelastet wären. Berechnet wird sie als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und dem mittleren Umsatz der vergangenen zwölf Monate im jeweiligen Wirtschaftszweig.

Zuletzt berichteten wir über Intels Fortschritte beim 18A‑P-Chipfertigungsprozess, der in die Risikoproduktion eingetreten ist und damit einen wichtigen Meilenstein vor der erwarteten Serienfertigung markiert. Im Fokus standen die versprochenen Effizienz- und Flächengewinne sowie die daraus abgeleiteten Erwartungen an Nachfrage, Foundry-Expansion und die kurzfristig volatile Kursentwicklung der INTC-Aktie.

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