Deutschland verzeichnet leichten Rückgang beim Aufstiegs-BAföG
Die Förderung beruflicher Aufstiegsfortbildungen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger im Jahr 2025 leicht sinkt. Gleichzeitig steigt die bewilligte Fördersumme auf 1,1 Milliarden Euro, was auf höhere durchschnittliche Zuschüsse und Darlehen je Person hinweist.
Höhepunkte
- Die Zahl der Geförderten nach dem Aufstiegs-BAföG sinkt 2025 um 1,9 % auf 186 100 Personen, während das Fördervolumen auf 1,1 Milliarden Euro steigt.
- Der durchschnittliche Zuschuss je Geförderten erhöht sich 2025 auf 5 200 Euro und das durchschnittliche Darlehen auf 1 800 Euro, jeweils 100 Euro mehr als im Vorjahr.
- Mit 52 000 Geförderten bleiben staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher wichtigste Empfängergruppe, verzeichnen jedoch einen Rückgang von 6 % gegenüber 2024.
Destatis-Daten zu Förderung und Leistungen 2025
Wie das Statistisches Bundesamt mitteilt, erhalten im Jahr 2025 insgesamt 186 100 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, dem sogenannten Aufstiegs-BAföG. Gegenüber dem Vorjahr sinkt die Zahl der Geförderten um 3 600 Fälle oder 1,9 %.Die insgesamt bewilligte Fördersumme steigt zugleich um 1,9 % auf 1,1 Milliarden Euro. Das Aufstiegs-BAföG unterstützt Teilnehmende an beruflichen Aufstiegsfortbildungen und wird teils als Zuschuss, teils als Darlehen gewährt.
Im Durchschnitt erhalten Geförderte 2025 einen Zuschuss von 5 200 Euro, 100 Euro mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen bewilligte Darlehen von durchschnittlich 1 800 Euro pro Person, ebenfalls 100 Euro mehr als ein Jahr zuvor.
Mit den Förderbeträgen werden unter anderem Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Lebensunterhalt, Kinderbetreuung sowie Materialkosten für ein Meisterprüfungsprojekt finanziert.
Erzieher bleiben wichtigste Gruppe
Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher bleiben 2025 weiterhin der am häufigsten geförderte Fortbildungsberuf. Mit 52 000 Geförderten stellen sie 28 % aller Empfängerinnen und Empfänger, auch wenn ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 6 % oder 3 200 Fälle zurückgeht.Nach dieser Gruppe folgen Industriemeisterinnen und Industriemeister Metall mit 9 600 Geförderten sowie Wirtschaftsfachwirtinnen und Wirtschaftsfachwirte mit 9 100 Geförderten. Die Verteilung zeigt, dass das Programm weiterhin eine breite Rolle für die berufliche Qualifizierung in pädagogischen, industriellen und kaufmännischen Bereichen spielt.
Langfristig wächst die Förderung deutlich gegenüber den Anfangsjahren des Gesetzes. Nach dem Inkrafttreten des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes vor 30 Jahren liegt die erste vollständige Erhebung für 1997 bei 49 300 Geförderten, während 2025 mit 186 100 Personen ein 3,8-fach höheres Niveau erreicht wird; der bisherige Höchststand wird 2022 mit 192 400 Geförderten verzeichnet.
In unserem früheren Bericht über die Reformverhandlungen von Union und SPD im Kanzleramt haben wir dargestellt, dass die Koalition vor der Sommerpause ein Paket aus Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und weiteren Reformen anstrebt. Uneinigkeit bestand dabei vor allem über die Steuerpolitik (Entlastung für kleinere und mittlere Einkommen versus höhere Belastung für Spitzenverdiener) sowie über Maßnahmen zu Arbeitskosten und flexibleren Arbeitszeiten.
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