Bundestags-Delegation vertieft verteidigungspolitische Partnerschaft in Polen
Wenige Tage vor den geplanten Gesprächen in Warschau steht die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Mittelpunkt einer Reise des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestags. Die Delegation besucht Polen vom 14. bis 15. September 2026, um politische Kontakte auszubauen und den Austausch mit Regierungs- und Parlamentsvertretern zu stärken.
Das Wichtigste
- Eine Delegation des Verteidigungsausschusses des Bundestags unter Leitung von Thomas Röwekamp reist am 14. und 15. September 2026 nach Warschau.
- Im Fokus stehen Gespräche mit Regierungsvertretern aus Verteidigungs- und Außenministerium sowie mit dem Verteidigungsausschuss des polnischen Sejm zur strategischen Abstimmung.
- Die parteiübergreifende Delegation stärkt institutionelle Kontakte und legt einen Schwerpunkt auf die Vertiefung der sicherheitspolitischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Polen.
Reiseprogramm und politische Gespräche
Wie der Deutsche Bundestag mitteilt, reist eine Delegation des Verteidigungsausschusses unter Leitung des Vorsitzenden Thomas Röwekamp am 14. und 15. September 2026 nach Warschau. Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit Regierungsvertretern aus dem Verteidigungs- und dem Außenministerium sowie mit Vertretern des Verteidigungsausschusses im polnischen Sejm.Die Reise ist auf die Vertiefung der deutsch-polnischen Freundschaft und den weiteren Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Ländern ausgerichtet. Damit setzt der Ausschuss einen Schwerpunkt auf den direkten sicherheitspolitischen Austausch mit einem wichtigen Partner in Osteuropa.
Bedeutung für die bilaterale Verteidigungskooperation
Aus der Ankündigung geht hervor, dass die Delegation neben Röwekamp aus den Abgeordneten Thomas Erndl, Thomas Ladzinski, Daniel Baldy, Jeanne Dillschneider und Ulrich Thoden besteht. Die parteiübergreifende Zusammensetzung unterstreicht den parlamentarischen Charakter des Besuchs.Für die deutsch-polnischen Beziehungen hat die Reise vor allem Bedeutung im Bereich der strategischen Abstimmung zu Verteidigungs- und Außenpolitik. Der Besuch in Warschau stärkt damit die institutionellen Kontakte zwischen Bundestag, polnischer Regierung und dem Sejm.
In unserem früheren Artikel zur erhöhten Bedrohungslage für deutsche Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie haben wir erläutert, dass die Bundesregierung das Risiko von Ausspähung, Einflussnahme und möglichen Sabotageakten – insbesondere bei Firmen mit Ukraine-Bezug – als hoch einstuft. Zudem wurde dargestellt, welche staatlichen Gegenmaßnahmen wie Spionageabwehr, Schutz kritischer Infrastruktur und gezielte Lageinformationen für die Industrie vorgesehen sind.
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