EUR/USD rutscht aufgrund der politischen Unruhen in Frankreich und des starken US-Dollars auf ein Monatstief

EUR/USD rutscht aufgrund der politischen Unruhen in Frankreich und des starken US-Dollars auf ein Monatstief
EUR/USD wird nahe 1,1665 gehandelt und rutscht auf ein Monatstief, da die europäische Instabilität den Euro belastet

Der Euro steht erneut unter Druck. EUR/USD wurde am Dienstag bei 1,1665 gehandelt und rutschte auf sein Einmonatstief von 1,1645. Das Paar hat eine wichtige aufsteigende Trendlinie, die seit Ende August Unterstützung bot, unterschritten und signalisiert damit einen Wechsel von einer Konsolidierung zu einem erneuten Abwärtsmomentum.

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Höhepunkte

- EUR/USD wird in der Nähe von 1,1665 gehandelt und testet Einmonatstiefs, da die Verkäufer die Kontrolle behalten.

- Die politischen Unruhen in Frankreich und schwache Daten aus der Eurozone verstärken den Abwärtsdruck.

- Die Stärke des US-Dollars begrenzt weiterhin die Erholungsversuche inmitten fester Treasury-Renditen.

Die Bewegung folgt auf eine weitere Ablehnung der absteigenden Trendlinie, die vom September-Hoch bei 1,19 gezogen wurde, was bestätigt, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben.

Technische Struktur dreht auf rückläufig

Das Diagramm zeigt, dass sich der Kurs knapp unterhalb eines Zusammenflusses kurzfristiger gleitender Durchschnitte bewegt, wobei sich die 20- und 50-Tage-EMAs zwischen 1,1706 und 1,1722 konzentrieren. Diese Spanne hat sich nun in einen Widerstand verwandelt, der Erholungsversuche unterbindet und die kurzfristige rückläufige Tendenz verstärkt. Eine anhaltende Bewegung unter den Bereich von 1,1650-1,1645 würde das nächste Fibonacci-Retracement-Level bei 1,1580 offenbaren, gefolgt von 1,1500, wo langfristige Unterstützung und starke Nachfrage zusammenlaufen.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Der RSI auf dem Vier-Stunden-Chart bewegt sich in der Nähe von 35, was auf ein rückläufiges Momentum hinweist, ohne jedoch in den überverkauften Bereich vorzudringen. Das wiederholte Scheitern des RSI, die 50-Linie zurückzuerobern, unterstreicht den anhaltenden Verkaufsdruck. Solange das Paar den Bereich zwischen 1,1720 und 1,1725 nicht zurückerobern kann, werden die Aussichten weiter abwärts tendieren.

Politischer und wirtschaftlicher Gegenwind in Europa

Die politische Instabilität in Frankreich hat die Aussichten für den Euro weiter verschlechtert. Der unerwartete Rücktritt von Premierminister Sébastien Lecornu hat Zweifel an der Beständigkeit der Regierung von Präsident Emmanuel Macron aufkommen lassen, insbesondere angesichts des zunehmenden Drucks auf die öffentlichen Finanzen. Das steigende Haushaltsdefizit des Landes hat das Vertrauen weiter erschüttert, während die schwachen Auftragseingänge der deutschen Industrie die Sorgen über ein schleppendes Wachstum in der Eurozone verstärkt haben.

Äußerungen von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) im Laufe dieser Woche könnten die Stimmung beeinflussen. Die jüngste Bemerkung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Phase der Disinflation vorbei sei, hat die Märkte bereits verunsichert und Spekulationen darüber ausgelöst, ob die EZB einen strafferen geldpolitischen Kurs einschlagen könnte. Ohne konkrete Anhaltspunkte für künftige Zinsentscheidungen bleiben die Händler jedoch zurückhaltend.

Dollar-Stärke hält den Druck auf den Euro aufrecht

Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt der US-Dollar seinen Aufwärtstrend fort, der durch die hohen Renditen von Staatsanleihen und die Nachfrage der Anleger nach defensiven Anlagen gestützt wird. Die Widerstandsfähigkeit des Dollars wurde auch durch die aggressiven Töne der Federal Reserve unterstützt, die sich trotz der nachlassenden Inflationstendenzen eine Anpassung der Geldpolitik offen hielt.

Da in dieser Woche mehrere Entscheidungsträger der US-Notenbank zu Wort kommen werden, werden die Händler genau auf Hinweise auf die künftige Zinsentwicklung achten. Vorerst ziehen der Renditevorteil des Dollars und die risikoarme Stimmung weiterhin Kapitalströme an und halten EUR/USD in der Defensive.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EUR/USD unterhalb von 1,1720 anfällig bleibt, wobei die kurzfristige Tendenz nach unten zeigt, solange die politische Instabilität in Europa anhält und die Stärke des US-Dollars dominiert. Ein Durchbruch unter 1,1645 würde wahrscheinlich die Verluste in Richtung 1,1580 und möglicherweise 1,1500 beschleunigen, während erst ein entscheidender Schlusskurs über 1,1725 den Abwärtsdruck allmählich verringern würde.

In früheren Analysen wurde EUR/USD innerhalb einer aufsteigenden Struktur konsolidiert, die nun einem erneuten Abwärtsmomentum gewichen ist. Die jüngste Aufschlüsselung bestätigt, dass sich die Tendenz dieses Paares angesichts der sich verschlechternden europäischen Fundamentaldaten entscheidend nach unten verlagert hat.

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