EUR/USD-Kurs fällt in die Nähe von $ 1,16, da die französische Krise und die Aussichten der US-Notenbank für erneuten Verkaufsdruck sorgen
Der Euro gab im frühen Mittwochshandel deutlich nach. Das Währungspaar EUR/USD rutschte auf etwa 1,1620, nachdem es die Unterstützungszone von 1,1650 durchbrochen hatte. Der Rückgang folgt einer erneuten politischen Instabilität in Frankreich, wo der Rücktritt von Premierminister Sébastien Lecornu Zweifel an der Fähigkeit der Regierung aufkommen ließ, ihren Haushalt für 2026 zu verabschieden.
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Höhepunkte
- EUR/USD fällt unter 1,1650 und handelt nahe 1,1620 inmitten erneuter politischer Unruhen in Frankreich.
- Die technischen Charts zeigen einen Ausbruch aus dem Aufwärtstrend vom August mit 1,1590 als wichtiger Unterstützung.
- Das Hauptaugenmerk liegt auf dem FOMC-Protokoll und den Entwicklungen im Zusammenhang mit dem US-Shutdown, um die kurzfristige Richtung zu bestimmen.
Die Ungewissheit hat die Anleger in Richtung der relativen Sicherheit des Dollars getrieben, obwohl der anhaltende Stillstand der US-Regierung für Volatilität in den Dollarströmen gesorgt hat.
Euro unter Druck, da politisches Risiko eskaliert
Die Verluste des Euro vertieften sich, als die fiskalischen Sorgen in Frankreich wieder aufflammten und die allgemeinen Herausforderungen für die wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone deutlich machten. Das Vertrauen der Märkte in die französische Haushaltsführung hat sich verschlechtert, und die Spreads der Anleihen haben sich ausgeweitet, da die Anleger höhere Risikoprämien verlangen. Die Kombination aus politischer Ungewissheit und schwachen deutschen Fabrikdaten hat die Anfälligkeit des Euro verstärkt, während die Erwartungen einer schleppenden Erholung die Stimmung weiterhin belasten.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Aus technischer Sicht zeigt das EUR/USD-Chart einen entscheidenden Durchbruch der aufsteigenden Trendlinie, die das Paar seit Mitte August geleitet hatte. Das Paar testet nun die Marke von 1,1600, die mit dem 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 1,1590 zusammenfällt. Ein anhaltender Schlusskurs unter dieser Zone würde wahrscheinlich den Verkaufsdruck verstärken und eine tiefere Unterstützung bei 1,1545 und dann 1,1485 freilegen. Auf der anderen Seite würde jede Erholung auf starken Widerstand in der Nähe der 20- und 50-Perioden-EMAs bei 1,1680 bzw. 1,1707 stoßen.
Der RSI ist auf 38 gefallen und nähert sich damit dem überverkauften Bereich, was auf eine mögliche kurzfristige Verkaufspause hindeutet. Da das Paar jedoch unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten handelt, sind die allgemeinen Aussichten weiterhin abwärts gerichtet, es sei denn, die Käufer erobern die Marke von 1,1720 zurück.
Dollar stabilisiert sich vor dem Fed-Protokoll
Der Dollar bleibt zwar fest, ist aber auch mit Gegenströmungen konfrontiert, da Händler die Auswirkungen des anhaltenden Regierungsstillstands abwägen. Obwohl der Stillstand die Veröffentlichung mehrerer wichtiger Daten unterbrochen hat, hat er die Anziehungskraft des Dollars noch nicht untergraben. Die Anleger richten ihr Augenmerk nun auf das Protokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), das im Laufe dieser Woche veröffentlicht werden soll und Klarheit über den Zeitpunkt und das Tempo der bevorstehenden Zinssenkungen bringen könnte.
Der Marktkonsens erwartet weiterhin eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Oktober, gefolgt von einer weiteren im Dezember. Sollte das Protokoll einen dovishen Ton bestätigen, könnte der Dollar leicht nachgeben, was eine vorübergehende Erleichterung für den Euro bedeuten würde. Angesichts des sich verschlechternden wirtschaftlichen und politischen Umfelds in Europa dürfte ein solcher Aufschwung jedoch begrenzt sein.
Ausblick
Derzeit befindet sich EUR/USD weiterhin in einer rückläufigen Phase, wobei der Bereich zwischen 1,1600 und 1,1590 als kritischer Drehpunkt fungiert. Ein entscheidender Durchbruch unter diese Marke würde den Weg in Richtung 1,1545 und 1,1485 öffnen, während der Widerstand bei 1,1700-1,1720 das Aufwärtspotenzial begrenzt. Die nächste Bewegung dieses Paares wird wahrscheinlich vom Tenor des FOMC-Protokolls abhängen und davon, ob sich die politische Unsicherheit in Frankreich in den kommenden Sitzungen vertieft.
Frühere Analysen haben 1,1650 als wichtige Unterstützungsmarke hervorgehoben und davor gewarnt, dass ein Durchbruch wahrscheinlich einen beschleunigten Rückgang in Richtung 1,16 auslösen würde. Dieses Szenario hat sich nun bewahrheitet, wobei das Momentum eine Fortsetzung des Abwärtstrends bestätigt, da der Euro mit erneutem fiskalischen und politischen Stress zu kämpfen hat.
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