EUR/USD stabilisiert sich bei $1,161 inmitten der politischen Unruhen in Frankreich

EUR/USD stabilisiert sich bei $1,161 inmitten der politischen Unruhen in Frankreich
EUR/USD stabilisiert sich über 1,16, da die politische Instabilität in Frankreich und der starke Dollar zur Vorsicht mahnen

Die EUR/USD-Paarung handelt um die Marke von 1,1610 und stabilisiert sich nach einem starken Rückgang von den Höchstständen der letzten Woche, da die erneute politische Unsicherheit in Frankreich und die anhaltende Stärke des US-Dollars den Euro unter Druck halten. Die Paarung hat wiederholt die Unterstützungszone zwischen 1,1600 und 1,1590 getestet, die mit dem 38,2%-Fibonacci-Retracement der Sommerrallye übereinstimmt.

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Höhepunkte

- EUR/USD wird in der Nähe von 1,161 gehandelt, nachdem die wichtige Unterstützung um 1,16 wiederholt getestet wurde.

- Die politische Instabilität in Frankreich und schwache Daten aus der Eurozone verstärken die rückläufige Tendenz der Währung.

- Der Dollar bleibt im Vorfeld von Powells Rede fest, da Händler Klarheit über den Zinspfad der Fed erwarten.

Ein entscheidender Durchbruch unter diese Region könnte die Verluste in Richtung 1,1544 und 1,1486 vertiefen, während der Widerstand bei 1,1655 und dem 100-EMA bei 1,1710 gedeckelt bleibt.

Fragile technische Struktur hält Euro unter Druck

Der technische Hintergrund ist nach wie vor fragil. Der 20-EMA hat den 50-EMA unterschritten, was darauf hindeutet, dass das kurzfristige Momentum rückläufig ist, während beide gleitenden Durchschnitte weiterhin unter dem 100- und 200-EMA liegen, was eine schwache Tendenz bestätigt. Die Momentum-Indikatoren spiegeln diese Tendenz wider: Der RSI bewegt sich nahe der Marke von 40, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin dominieren, aber keine überverkauften Bedingungen herrschen, die eine Erholung auslösen könnten. Solange der Kurs nicht den Bereich zwischen 1,1650 und 1,1700 zurückerobert, wird das Paar wahrscheinlich in einem Abwärtstrend gefangen bleiben, wobei etwaige Erholungen als Korrektur zu betrachten sind.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Das 4-Stunden-Chart unterstreicht diese Schwäche. Nachdem er sich nicht über 1,1780 halten konnte, durchbrach EUR/USD seine aufsteigende Trendlinie und veränderte seine kurzfristige Struktur entscheidend nach unten. Da die Marke von 1,1600 nun wiederholt getestet wird, achten Händler genau auf einen Durchbruch, der neuen Verkaufsdruck auslösen könnte. Das nächste potenzielle Abwärtsziel liegt bei 1,1544, wo frühere Nachfragezonen zusammenlaufen.

Politische Unsicherheit erhöht den Druck auf die Eurozone

Nach dem Rücktritt von Premierminister Sebastien Lecornu Anfang der Woche steht Frankreich weiterhin im Mittelpunkt der politischen Turbulenzen in Europa. Die Ungewissheit über seinen Nachfolger hat die Fortschritte beim Haushalt 2026 verzögert und das Vertrauen der Investoren erschüttert. Unterdessen brachten die jüngsten deutschen Handelszahlen wenig Erleichterung, da sich der Überschuss vor allem aufgrund sinkender Importe ausweitete - ein Zeichen für eine schwache Binnennachfrage. In Verbindung mit der schwachen Industrieproduktion in der gesamten Eurozone unterstreichen diese Entwicklungen die fragile wirtschaftliche Basis der Region.

An der US-Front zeigte das jüngste Sitzungsprotokoll der Federal Reserve eine geteilte Haltung zu künftigen Zinssenkungen. Zwar sind die Entscheidungsträger nach wie vor offen für zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr, doch hat der anhaltende Stillstand der Regierung die Veröffentlichung wichtiger Daten behindert, was die Aussichten für den Greenback noch unbeständiger macht. Trotzdem hat die Nachfrage nach sicheren Häfen den Dollar beflügelt, insbesondere da sich die politischen Risiken in Europa verschärfen. Die Anleger warten nun auf die bevorstehenden Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, um weitere Klarheit über die geldpolitische Ausrichtung zu erhalten.

Ausblick

EUR/USD bleibt anfällig, solange es unterhalb der Spanne von 1,1650-1,1700 gehandelt wird. Ein klarer Durchbruch unter 1,1590 würde eine erneute Abwärtsbewegung bestätigen und die Voraussetzungen für eine Bewegung in Richtung 1,1544 schaffen. Andererseits wäre ein Wiederanstieg über 1,1700 erforderlich, um eine Stabilisierung zu signalisieren und den aktuellen Abwärtstrend zu neutralisieren. Vorerst bleibt die Tendenz abwärts gerichtet, da Europa mit politischen Spannungen zu kämpfen hat und der Dollar seinen Safe-Haven-Vorteil beibehält.

In einer früheren Analyse wurde der Bereich um 1,16 $ als entscheidender Dreh- und Angelpunkt für die kurzfristige Richtung hervorgehoben. Dieses Niveau bestimmt weiterhin die Struktur des Marktes und dient als Trennlinie zwischen Stabilisierung und weiterem Rückgang, da Händler die politischen Entwicklungen in Europa und die politischen Signale aus den USA abwägen.

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