EUR/USD-Kurs testet goldenes Fib-Ratio, Händler konzentrieren sich auf NFP-Daten
Der EUR/USD-Kurs beendete am 6. Februar eine dreitägige Aufwärtsspirale und fiel kurzzeitig unter das 50%-Fibonacci-Retracement-Level bei 1,0372, bevor die Käufer es zurückeroberten.
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Heute kletterte die Paarung im europäischen Handel auf 1,0400, womit ein möglicher Test des goldenen Fibonacci-Ratios bei 1,0410 bevorsteht. Die Handelsspannungen zwischen den USA und der EU verunsichern die Aussichten für den Euro jedoch weiter.
Die aggressive Haltung von US-Präsident Donald Trump in Handelsfragen hat den Euro belastet, da er die Handelsbilanz der EU als "Gräueltat" bezeichnete und mit Zöllen drohte. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben Vergeltungsmaßnahmen für den Fall angekündigt, dass solche Zölle verhängt werden, was die Bedenken der Märkte noch verstärkt. Der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), Piero Cipollone, deutete an, dass die Zentralbank bereit ist, die Zinssätze weiter zu senken, wenn sich die Inflation verlangsamt, und warnte, dass Handelsstreitigkeiten die Wirtschaft der Eurozone negativ beeinflussen könnten.
Fibonacci-Levels bestimmen EUR/USD-Ausblick
Händler werden nun die anstehenden Daten zur deutschen Industrieproduktion sowie den Bericht zu den US-Nonfarm-Payrolls (NFP) im Laufe des heutigen Tages beobachten, die beide die Entwicklung von EUR/USD beeinflussen könnten.
EUR/USD-Kursdynamik (Dezember 2024-Februar 2025). Quelle: TradingView.
Das 50 %-Fibonacci-Retracement-Niveau von 1,0372 bleibt eine wichtige Unterstützung für EUR/USD. Sollte das Paar unter diese Marke fallen, könnte sich der Verkaufsdruck verstärken und zu weiteren Kursverlusten führen. Auf der Oberseite liegt der nächste wichtige Widerstand bei 1,0410, dem goldenen Fibonacci-Verhältnis, das in der Vergangenheit als Dreh- und Angelpunkt für Kursbewegungen fungiert hat. Ein nachhaltiger Anstieg über dieses Niveau könnte die Tür für weitere Kursgewinne öffnen, eine Ablehnung hier könnte jedoch die Abwärtsrisiken verstärken.
Jenseits von 1,0410 stellt der 50-Tage-EMA bei 1,0442 eine stärkere Widerstandsbarriere dar. Dieser gleitende Durchschnitt hat den Kursanstieg in den vergangenen Sitzungen begrenzt und ist somit eine wichtige Marke für Händler, die auf eine Bestätigung eines zinsbullischen Ausbruchs warten. Die Momentum-Indikatoren vermitteln jedoch ein gemischtes Bild. Während der RSI auf dem Tages-Chart neutral ist, bewegt sich der RSI auf dem 4-Stunden-Chart im zinsbullischen Bereich, was darauf hindeutet, dass die Käufer auf kurze Sicht noch die Kontrolle haben. Sollte sich der Kurs oberhalb von 1,0410 halten, könnte ein Versuch folgen, den 50-Tages-EMA zu überwinden, was das Momentum zugunsten der Bullen verschieben könnte.
Der EUR/USD-Kurs musste eine Umkehr seiner jüngsten Kursgewinne hinnehmen, nachdem er ein Vier-Tages-Hoch erreicht hatte. Die EZB-Vertreter sind nach wie vor zuversichtlich, dass die Inflation zum Zielwert der Zentralbank von 2 % zurückkehren wird.
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