EUR/USD-Kurs kämpft inmitten von Handelsspannungen bei europäischen Autos

EUR/USD-Kurs kämpft inmitten von Handelsspannungen bei europäischen Autos
EUR/USD kämpft sich unter den entscheidenden Widerstand, da Handelsspannungen und schwache technische Daten den Euro belasten.

EUR/USD eröffnete die Woche mit einem Rückgang auf 1,0284, erholte sich jedoch leicht auf 1,0325, bevor es sich im europäischen Handel bei 1,0316 einpendelte.

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Das Paar nähert sich nun dem Widerstandswert von 1,0331, einer wichtigen technischen Barriere. Trotz der kurzen Erholung bleibt die Kursbewegung von EUR/USD sowohl auf der Tages- als auch auf der Vier-Stunden-Linie jedoch schwach. Das Abwärtsmomentum, das durch einen rückläufigen RSI verstärkt wird, erhöht das Risiko, dass sich die Verluste den dritten Tag in Folge ausweiten und möglicherweise ein Fünf-Tages-Tief erreicht wird.

Neben der technischen Schwäche bestehen für den Euro weitere Abwärtsrisiken. Die Handelsspannungen zwischen den USA und der Eurozone drohen zu weiterer Instabilität zu führen. Die Eurozone erhebt derzeit einen Zoll von 10 % auf US-Automobilimporte, während die USA nur einen Zoll von 2,5 % auf europäische Autos erheben. Sollten die USA zusätzliche Zölle erheben, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Automobilsektor haben, der ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft in der Region ist. Die Analysten von Macquarie haben davor gewarnt, dass die USA die EU aggressiv angreifen und die Handelsstreitigkeiten eskalieren könnten.

EUR/USD-Kursdynamik (November 2024-Februar 2025). Quelle: TradingView.

Zinssenkungen der EZB und politische Divergenzen setzen den Euro unter Druck

Die Europäische Zentralbank bereitet sich darauf vor, ihren Zinssenkungszyklus fortzusetzen, was die Anfälligkeit des Euro weiter erhöht. Einige Entscheidungsträger haben sogar angedeutet, dass die Zinssätze möglicherweise unter das neutrale Niveau sinken müssen, um das Wirtschaftswachstum zu stützen. Da sich die Inflation schwer tut, das 2 %-Ziel der EZB zu erreichen, und die Gefahr eines Konjunkturrückgangs steigt, könnte die geldpolitische Divergenz zwischen der EZB und der Federal Reserve den Euro gegenüber dem Dollar weiter schwächen.

Die Kombination aus schwachen technischen Indikatoren, zunehmenden Handelsspannungen und einer dovishen EZB-Politik birgt für EUR/USD das Risiko weiterer Kursverluste. Sollte es dem Währungspaar nicht gelingen, die Marke von 1,0331 zu durchbrechen, könnte sich der Verkaufsdruck verstärken und die Kurse in Richtung neuer Tiefststände treiben. Eine anhaltende Bewegung unter 1,0284 würde das Abwärtsmomentum verstärken, während nur ein klarer Durchbruch über den Widerstand auf ein kurzfristiges Erholungspotenzial hinweisen würde.

Der EUR/USD-Kurs beendete eine dreitägige Aufwärtsspirale, als er unter das Fibonacci 50%-Retracement-Level fiel. Die Handelsspannungen zwischen den USA und der EU verunsichern die Aussichten für den Euro weiter.

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