Binance reicht in den USA Klage wegen Verleumdung gegen WSJ ein

Binance reicht in den USA Klage wegen Verleumdung gegen WSJ ein
Binance verklagt das Wall Street Journal wegen Vorwürfen über Iran-Transaktionen

Die Krypto-Börse Binance hat nach einem Bericht über angebliche Iran-Transaktionen eine Verleumdungsklage gegen Dow Jones, den Herausgeber des Wall Street Journal, eingereicht. Das Unternehmen sagte, der Artikel enthalte falsche Behauptungen über seine Compliance-Systeme und internen Untersuchungen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Klage wurde beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht. Binance argumentiert, dass die Zeitung fälschlicherweise berichtet habe, die Börse habe Mitarbeiter entlassen, die Bedenken über verdächtige Transaktionen im Zusammenhang mit sanktionierten Unternehmen geäußert hätten. Das Unternehmen besteht darauf, dass die Entlassungen von Mitarbeitern mit Verstößen gegen interne Datenschutzrichtlinien zusammenhingen und keine Vergeltungsmaßnahmen gegen Mitarbeiter waren, die auf Compliance-Probleme hingewiesen hatten.

In einem separaten Bericht berichtet das Wall Street Journal, dass das US-Justizministerium untersucht, ob iranische Finanznetzwerke Binance benutzt haben könnten, um Gelder unter Verletzung amerikanischer Sanktionen zu verschieben. Laut den von der Zeitung zitierten Quellen haben die Ermittler Kontakt zu Personen aufgenommen, die möglicherweise Kenntnis von den Transaktionen haben. Es bleibt jedoch unklar, ob Binance selbst das Ziel der Ermittlungen ist oder ob sich die Behörden nur auf die Nutzer der Plattform konzentrieren.

Binance's Antwort

In seiner Antwort auf die Vorwürfe erklärte Binance, dass die in dem Bericht erwähnten Gelder nicht auf seiner Plattform entstanden oder gelandet sind, sondern über mehrere unabhängige Vermittler geleitet wurden.

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es verdächtige Aktivitäten durch seine eigene Untersuchung identifiziert und die Ergebnisse an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet habe, während es die an den Transaktionen beteiligten Konten gelöscht habe.

Rechtlicher Druck auf Binance

Der Streit mit dem WSJ hat die Aufmerksamkeit erneut auf die rechtlichen Herausforderungen von Binance gelenkt. Im Jahr 2023 bekannte sich die Börse schuldig, gegen die US-Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Sanktionen verstoßen zu haben, und erklärte sich bereit, 4,3 Mrd. US-Dollar Strafe zu zahlen. Der Gründer Changpeng Zhao bekannte sich ebenfalls schuldig und verbüßte vier Monate Haft, bevor er im Oktober 2025 vom Präsidenten begnadigt wurde.

Als Teil des Vergleichs arbeitet Binance derzeit unter der Aufsicht eines von den USA ernannten Compliance-Monitors, der auch Unterlagen zu den angeblichen Iran-Transaktionen angefordert hat.

Zuvor hatten wir berichtet, dass ein US-Gericht eine Klage abgewiesen hat, in der Binance der Terrorismusfinanzierung beschuldigt wurde.

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