YouGov-Umfrage erhöht Druck auf Union nach Rückgang auf 20 Prozent
Die neuesten Werte zur Parteienstimmung in Deutschland verschärfen die politische Lage für CDU und CSU, nachdem die Union in einer aktuellen Erhebung weiter an Zustimmung verliert. Zugleich baut die AfD ihren Vorsprung aus, während rechnerisch nur noch ein knappes Bündnis ohne Beteiligung der Partei auf eine Parlamentsmehrheit käme.
Höhepunkte
- Die AfD erreicht laut YouGov am 15. Juni mit 29 Prozent ein neues Hoch, während die Union auf ein Rekordtief von 20 Prozent fällt.
- Ein Regierungsbündnis aus CDU, SPD und Grünen käme gemeinsam auf nur 46 Prozent, sodass eine Regierungsbildung ohne AfD zunehmend schwierig erscheint.
- Grüne steigen auf 14 Prozent, SPD und Linke erreichen jeweils 12 Prozent, FDP verbessert sich auf 5 Prozent und schafft damit den Wiedereinzug ins Parlament.
Aktuelle Umfragedaten und politische Mehrheiten
Wie YouGov berichtet, kommt laut Bild die AfD in der jüngsten Sonntagsfrage auf 29 Prozent und gewinnt damit einen Punkt gegenüber der vorangegangenen Erhebung vom 12. Mai. Die Union aus CDU und CSU verliert dagegen zwei Punkte und fällt auf 20 Prozent, womit der Abstand zwischen beiden Parteien auf neun Prozentpunkte wächst.Damit erreicht die Union in dieser Erhebung einen neuen Tiefstand, während der Vorsprung der AfD den bislang größten Abstand zwischen beiden Parteien über verschiedene Umfragehäuser hinweg markiert. Die Online-Umfrage basiert auf den Antworten von 2.154 Befragten, die zwischen dem 12. und 15. Juni erhoben wurden.
Mit diesen Werten wäre eine Regierungsbildung ohne AfD nur noch über ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen möglich, das mit zusammen 46 Prozent nur knapp auf die nötige Mehrheit käme. Damit rückt auch die Möglichkeit einer Minderheitsregierung stärker in den Fokus der politischen Debatte.
Verschiebungen bei SPD, Grünen, FDP und Linken
Auch bei den übrigen Parteien zeigt die Erhebung weitere Bewegungen. Die Grünen legen einen Punkt auf 14 Prozent zu und bleiben damit drittstärkste Kraft, während die SPD einen Punkt verliert und nur noch auf 12 Prozent kommt.Die Linkspartei verbessert sich ebenfalls um einen Punkt und liegt mit 12 Prozent gleichauf mit der SPD. Die FDP gewinnt einen Punkt hinzu und erreicht 5 Prozent, womit der Wiedereinzug ins Parlament gelingen würde, während das BSW unverändert bei 4 Prozent bleibt und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde läge. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 5 Prozent.
Unsere frühere Berichterstattung zur AfD-Anfrage im Bundestag zur staatlichen Förderung kirchlicher Entwicklungsorganisationen zeigte, dass die Fraktion detaillierte Angaben zu Projekten, Fördervolumen, Einsatzländern und Vergabekriterien für den Zeitraum 2020 bis 2025 verlangt. Im Mittelpunkt stand dabei die Zusammenarbeit von Katholischer Zentralstelle für Entwicklungshilfe und Evangelischer Zentralstelle für Entwicklung mit dem BMZ sowie die Forderung nach mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Mittel.
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